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Barnimer Busgesellschaft kündigt Korrektur an / Unternehmensspitze reagiert auf Kritik

Korrektur
Planungspanne führt zu Obus-Chaos

© Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 22.11.2017, 21:06 Uhr
Eberswalde (MOZ) Es sei derzeit nicht empfehlenswert, zwischen 5 und 6 Uhr am Morgen den Obus zu nutzen. Mit diesem drastischen Ratschlag hat Alexander Greifenberg, immerhin Verkehrsleiter bei der Barnimer Busgesellschaft (BBG), auf die anhaltenden Beschwerden über gerade in der Früh überfüllte und verspätete Fahrzeuge reagiert. Wie sein Vorgesetzter Frank Wruck, Geschäftsführer der BBG, räumte er Unternehmensfehler ein, die zu einer Zuspitzung der allerdings ohnehin angespannten Situation geführt hätten. Der Verkehrsleiter hat bei den 14. Bürgergesprächen der CDU Eberswalde am Dienstagabend Klartext geredet, der Geschäftsführer in einer per elektronischer Post verschickten Antwort an den Stadtverordneten Carsten Zinn von der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde, der bereits im Hauptausschuss am Donnerstag voriger Woche auf die "unhaltbaren Zustände beim Obus" hingewiesen und seine Kritik am Freitag in einer E-Mail an Frank Wruck bekräftigt hatte.

Es seien in der für die Berufspendler wichtigen Stunde zwischen 5 und 6 Uhr zwei eigentlich benötigte Fahrten nicht eingeplant worden, erklärte Alexander Greifenberg. Zu dem Fehler, für den er um Entschuldigung bitte, sei es in Hektik gekommen. Die BBG habe angenommen, dass die Baustelle an der Friedensbrücke frühestens zum Jahresende wieder für den Verkehr freigegeben werden könne. Doch der Baubetrieb sei weit schneller als erwartet vorangekommen, so dass der während der Arbeiten an der Kreuzung geltende Notfahrplan innerhalb relativ kurzer Zeit wieder auf normal umgestellt werden musste. "Dabei haben wir insbesondere den Bedarf am Morgen falsch eingeschätzt", gab Alexander Greifenberg zu.

Für seine Selbstkritik wurde dem Verkehrsleiter von den knapp 30 Teilnehmern des Bürgergespräches Anerkennung gezollt. Und die rasche und schonungslose Antwort des Geschäftsführers an Carsten Zinn veranlasste diesen, das "vorbildhafte, ehrliche und konstruktive Reagieren und Agieren in der Sache" zu loben.

Mit der Fahrplanänderung zum 10. Dezember wird es nach Auskunft beider BBG-Vertreter eine Korrektur und beim Obus einen einheitlichen 15-Minuten-Takt geben. Allerdings seien damit keineswegs alle Probleme aus der Welt. räumte Frank Wruck ein: Der verstärkte motorisierte Individualverkehr, das Tempolimit an der Breiten Straße und die Radschutzstreifen an der Heegermühler Straße würden es den Obusfahrern erschweren, ihre Fahrpläne einzuhalten.

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