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Auf dem Gelände des früheren Klub am See steht schon mehr als die Rohbauten für Seniorenwohnhäuser

Seniorenwohnen
Bauleute überholen Richtfest

Vor dem Richtfest: Architekten und Planer, künftige Betreiber und Kommunalpolitiker, Bauleute, Journalisten und der Investor versammeln sich auf dem künftigen Innenhof.Über allem hängt der Richtkranz am Kranhaken und schaukelt leise im Wind.
Vor dem Richtfest: Architekten und Planer, künftige Betreiber und Kommunalpolitiker, Bauleute, Journalisten und der Investor versammeln sich auf dem künftigen Innenhof.Über allem hängt der Richtkranz am Kranhaken und schaukelt leise im Wind. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Jens Sell / 23.11.2017, 19:40 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Bauleute von Schneider Systembau aus dem sächsischen Radeburg sind schneller, als Bauherr Herbert Bitsch geplant hatte. Beim Richtfest am Donnerstag waren in den Rohbauten schon die meisten Fenster montiert.

Während Herbert Bitsch drin die Firma Schneider Systembau als seinen Lieblings-Generalunternehmer bezeichnet und Florian Heinemann als seinen Lieblingsbauleiter, schneiden Arbeiter draußen Dämmplatten zu und passen sie rund um die schon eingebauten Fenster ein: "Eigentlich ist damit der Zeitpunkt für das Richtfest schon überschritten, deshalb nenne ich unser heutiges Zusammenkommen lieber einen Blick hinter den Bauzaun", plaudert der Schwabe. Seine Vorliebe für Heinemann und seine Truppen rührt aus guten Erfahrungen von sechs Vorhaben, die der Bauträger BCB in den vergangenen drei, vier Jahren mit den Sachsen realisierte. Und der Bauleiter sei ein so sportlicher Typ: "Immer, wenn ich mit ihm einen Termin vereinbare, zu dem der nächste Schritt fertig sein soll, unterbietet er ihn", rühmt der Investor.

Dabei sei zunächst mal ein Zeitrückstand aufzuholen gewesen: Der Abbruch des Klub am See erwies sich aufwendiger als geplant: "Wir haben zu DDR-Zeiten eben auch sehr stabil können", merkte Bürgermeisterin Elke Stadeler scherzhaft an, und Herbert Bitsch sagte: "Ich hätte nie gedacht, dass die NVA derart viele Stahlträger und Beton in ihren Klub verbaut hatte." Die Entsorgung nicht nur des zusätzlichen Stahls, sondern auch von kontaminiertem Material und "jeder Menge Überraschungen, die da verbaut waren", wie Bitsch sagte, habe neben der zusätzlichen Zeit auch zusätzliches Geld gekostet: 300 000 Euro.

Elke Stadeler erwähnte auch die Skepsis, mit der Anwohner auf das Verschwinden ihres gewohnten Anblicks reagiert hätten: "Es war eben eine große Veränderung, so, wie sich das Bild der Stadt im Norden verändert. Sie wird urbaner. Die Balkons hier sind recht dicht an der Straße. So sehen die Bewohner genau, wer vor ihrem Haus vorbeiflaniert." Das Grobe sei mit dem Rohbau jetzt fertig: "Jetzt stehen die Feinarbeiten und -abstimmungen an. Dafür wünsche ich Ihnen viel Erfolg und unfallfreies Arbeiten."

Das wünschen sich auch Gisela und Wolfgang Faber, sie 80, er 88 Jahre alt. Beide wohnen noch in einer Mietwohnung im Wohngebiet Am Annafließ, die sie im nächsten Jahr gegen eine der neuen Servicewohnungen tauschen werden, die die ProCurand an der Wriezener Straße betreiben wird. "Wir verlassen das Annafließ sehr ungern, haben dort auch einen sehr guten Vermieter", erzählt Gisela Faber am Rande des Richtfestes. Aber da sie kinderlos seien und zunehmend altersbedingte Beschwerden spüren, zögen sie nächstes Jahr hin zu mehr Service und bei Bedarf auch Pflege.

Herbert Bitsch betonte mehrfach, dass er von einer Übergabe im Spätsommer und Erstbezug danach ausgehe. Dann sollen auch die Außenanlagen fertig sein. Beate Stanczyk vom Archecon-Büro für Architektur und Consulting kündigte im Gespräch mit der MOZ 80 bis 90 Stellplätze auf der straßenabgewandten Seite an. Zwischen den beiden Häusern soll eine Grünanlage mit Wegen und Bänken entstehen. Am straßenseitigen Winkel Wriezener/Nordstraße sind in der Perspektive noch zwei kleinere Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen geplant. Laut Herbert Bitsch sollen sie erst 2019 gebaut werden, vorläufig sei noch keine Rede davon.

Als Polier Detlef Barche den Richtspruch auf dem Gerüst deklamierte, unterbrachen die Fassadenkleber ihre Arbeit. Danach ging's zu Bier und Buffet in den Rohbau.

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