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Kerstin Frieboese mit "Kirche mobil" im Zehdenicker Pfarrsprengel unterwegs

Kirche mobil
Ideen sammeln, Menschen mitnehmen

Kerstin Frieboese vor der Zehdenicker Stadtkirche: Aber vor allem in den Dörfern rund um die Havelstadt ist die Falkenthalerin im Rahmen ihrer neuen Stelle aktiv.
Kerstin Frieboese vor der Zehdenicker Stadtkirche: Aber vor allem in den Dörfern rund um die Havelstadt ist die Falkenthalerin im Rahmen ihrer neuen Stelle aktiv. © Foto: Matthias Henke
Mathhias Henke / 05.12.2017, 12:16 Uhr
Zehdenick (GZ) Mit dem Projekt "Kirche mobil" betreten der Kirchenkreis Oberes Havelland und der Pfarrsprengel Zehdenick Neuland. Präsenter in den Orten sein, wo kein Pfarrer mehr ist und kaum noch Gemeindeleben stattfindet, will die Kirche damit werden. Jemand mit Lust auf ein neues Konzept von Kirche auf dem Land und der Gabe, Menschen unterschiedlichen Alters anzusprechen und zusammenzubringen, war gesucht. Die Falkenthalerin Kerstin Frieboese fühlte sich von der Ausschreibung im Sommer angesprochen, bewarb sich und ist nun schon seit zwei Monaten in dieser Funktion unterwegs.

In den ersten Wochen habe ihre Arbeit vor allem darin bestanden, sich einen Überblick zu verschaffen, sagt sie. Was gibt es für Angebote, was für Menschen leben hier, wo kann Kirche aktiver werden? Viel netzwerken war angesagt. "In der Fläche neue Saat sähen", beschreibt die 55-Jährige ihre Aufgabe. Ihr Einsatzgebiet ist der gesamte Pfarrsprengel Zehdenick, von Bergsdorf und Krewelin im Süden bis Altlüdersdorf und Tornow im Norden. Das passende Fahrzeug, mit dem sie künftig über die Dörfer zu den Menschen fahren wird, soll demnächst angeschafft werden.

Der Fokus ihrer Arbeit soll auf der Kinder- und Familienarbeit liegen. Erste Aktivitäten beginnen bereits, so Frieböse. In Bergsdorf laufe etwa die Möglichkeit zur Kinderarbeit an. Aber warum nicht auch einmal einen Gottesdienst speziell für Demenzkranke organisieren? Entsprechende berufliche Erfahrung bringe sie schließlich mit. Doch noch sei vieles erst im Entstehen. Wert lege sie vor allem auf die Impulse und Ideen von außen. Ziel sei es, Angebote in den Dörfern zu ermöglichen, anstatt alles zentral gebündelt in der Kernstadt Zehdenick. Bei der Kooperation habe man auch nicht nur Christen im Blick, so Frieboese. Wichtig sei ihr auch, nicht als Konkurrenz für bestehende Angebote wahrgenommen zu werden.

Mit der Kirche ist die Mutter zweier erwachsener Kinder auch privat verbunden. Sie engagiert sich im Gemeindekirchenrat von Falkenthal, dem Ort, in dem sie seit fast 20 Jahren lebt, gestaltet Gottesdienste, macht Kirchenmusik und singt im Chor.

In den zurückliegenden 23Jahren arbeitete Kerstin Frieboese als Ergotherapeutin in der Seniorenhilfe in Berlin-Kreuzberg, dort schwerpunktmäßig mit Demenzkranken. Berufsbegleitend absolvierte sie eine Weiterbildung zur Diakonin.

Die vom Kirchenkreis Oberes Havelland geschaffene und finanzierte Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, soll aber verlängert werden, wenn die Arbeit in Zehdenick Früchte trägt.

Erreichbar ist Kerstin Frieboese unter 017657895107 oder kirchemobil@kkobereshavelland.de

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