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Gestoppter Schleuser-Lastwagen startete in Rumänien

Der in Untersuchungshaft sitzende türkische Fahrer soll diese Fahrstrecke schon einmal für eine frühere Schleuserfahrt genutzt haben.
Der in Untersuchungshaft sitzende türkische Fahrer soll diese Fahrstrecke schon einmal für eine frühere Schleuserfahrt genutzt haben. © Foto: dpa
dpa / 07.12.2017, 08:48 Uhr
Frankfurt (Oder) (dpa) Immer mehr Details zu der vor Monaten in Ostbrandenburg gestoppten Schleuser-Fahrt mit rund 50 Flüchtlingen auf der Ladefläche kommen ans Licht. Die Spur führt nach Rumänien.

Die Schleuserroute des im Herbst in Ostbrandenburg gestoppten Schleuser-Lastwagens mit 51 Flüchtlingen hat Ermittlern zufolge in Rumänien begonnen. Die Route führte dann weiter über Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Polen bis nach Deutschland, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der in Untersuchungshaft sitzende türkische Fahrer soll diese Fahrstrecke schon einmal für eine frühere Schleuserfahrt genutzt haben.

Die Bundespolizei hatte Mitte September auf der Autobahn 12 bei Frankfurt (Oder) den in der Türkei zugelassenen Lastwagen gestoppt. Auf der von außen verschlossenen Ladefläche waren 51 Flüchtlinge, darunter viele Kinder. Die Menschen mussten dort nach damaligen Angaben der Bundespolizei auch ihre Notdurft verrichten.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte: "Wir gehen davon aus, dass er bei beiden Taten die gleiche Route genommen hat." Die Ermittler sind sich sicher, dass der Mann bereits im August einen Schleuser-Lastwagen nach Deutschland fuhr. Am 30. August hatten Bundespolizisten 20 Iraker und Iraner aufgegriffen, die auf einer Bundesstraße zu Fuß unterwegs waren. Darunter waren auch Kinder. Ihren Angaben zufolge waren sie nach der Einschleusung abgesetzt worden.

Die Ermittlungen gegen den türkischen Fahrer wegen Einschleusung von Ausländern sowie zu etwaigen Hintermännern laufen noch, wie es von der Behörde weiter hieß. Zunächst hatten die Ermittler vermutet, dass ein Syrer, der sich auch auf der Ladefläche befand, ein Komplize des Fahrers gewesen sein könnte. Später teilte die Staatsanwaltschaft dann mit, dass sich der Tatverdacht nicht bestätigt habe. Der Haftbefehl gegen den 26-Jährigen wurde daraufhin aufgehoben.

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