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100 Spieler aus Deutschland, Australien, Schweden und Polen gingen beim 2. ITF Berlin - Bernau Open an den Start

Tennis
Stelldichein der Tennis-Asse

Freunde durchs Tennis: Rüdiger Schrehard aus Jena (links) und Hans-Dieter Hollmig trafen in der Sporthalle des ITF Bernau Open in der Tennishalle des Sportforums aufeinander
Freunde durchs Tennis: Rüdiger Schrehard aus Jena (links) und Hans-Dieter Hollmig trafen in der Sporthalle des ITF Bernau Open in der Tennishalle des Sportforums aufeinander © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Britta Gallrein / 07.12.2017, 11:35 Uhr
Bernau (MOZ) 100 Spieler aus acht Nationen spielten im SportForum Bernau und im Tenniszentrum Bernau-Waldsiedlung um die Titel eines Internationalen Berliner Tennishallenmeisters. In zwölf Altersklassen von Damen und Herren 35 bis Herren 80 wurden insgesamt 130 Spiele in Einzel- und Doppelkonkurrenzen ausgetragen.

Wenn Rüdiger Schrehard früher Bewerbungsgespräche geführt hat, dann stellte er den Kandidaten stets eine Frage: "Spielen Sie Tennis?" Bejahte dieser das, ging es auf den Platz. Danach stand Schrehards Entscheidung meistens fest. "Die Art und Weise, wie jemand Tennis spielt, sagt viel über ihn aus. Zum Beispiel darüber, wie er mit Stresssituationen umgeht und wie er Probleme löst", ist er überzeugt.

Heute ist Schrehard pensioniert. Praktisch, denn jetzt hat er noch mehr Zeit für sein liebstes Hobby. "Früher habe ich leistungsorientiert Fußball gespielt. Inzwischen bin ich komplett auf Tennis umgestiegen. Das ist der geeignete Sport, um ihn bis ins hohe Alter auszuüben."

Beim ITF-Turnier in Bernau hat der 65-Jährige aus Jena gerade gegen seinen Freund Hans-Dieter Hollmig aus Karow gespielt und verloren. "Ein hochinteressantes, tolles Spiel." Jetzt gönnen sich die beiden noch ein Bier und ein Schwätzchen.

Für beide ist Tennis ein fester Bestandteil ihres Lebens. Und ein überaus erfolgreicher. Rüdiger Schrehard hat es immerhin auf Platz 83 der deutschen Rangliste geschafft. Bedenkt man, dass in seiner Altersklasse rund 15 000 Turnier-Spieler registriert sind, wird klar, was das bedeutet.

"Das Schöne ist, das man sich auf solchen Turnieren das Jahr über immer wieder trifft", sagt Hans-Dieter Hollmig. Kennengelernt haben die beiden sich vor drei Jahren beim Nikolausturnier in Zinnowitz. Auch Hans-Dieter Hollmig ist Sportler durch und durch, war sogar schon einmal DDR-Meister im Stabhochsprung. Gesundheitliche Probleme, bestätigen beide, haben sie nicht. Wenn man immer im Training bleibe, dann halte einen das jung, bestätigen sie.

Es waren schon die besseren Tennis-Spieler, die hier an den Start gingen. Schließlich konnte man Punkte für die Deutsche Rangliste sammeln. "Das sind alles Wettkampf-Sportler", sagt Markus Thulmann, zweiter Vorsitzender des TTC Sportforums, der die Veranstaltung federführend unterstützt. Die Teilnehmer kommen aus allen Teilen Deutschlands, aus Australien, Schweden und Polen.

Die Barnimer Starter konnten sich bei dem Turnier unter der Leitung des ehemaligen Bernauer Trainers Wolfram Schmidle gut platzieren. Hervor zu heben sind vom TTC SportForum die Leistungen der Spieler Arnd Richter (Halbfinale Herren 45), die Nebenrundensiege von Urs Ganter (He45) und Andreas Lukasczyk (He50) sowie der dritte Platz des Vorsitzenden Ingo Letsch bei den Herren 60.

Aus Berliner Sicht war der TC Blau-Weiß Berlin der erfolgreichste Verein der Berlin Indoor Senior Open. Dafür sprechen die Siege von Ralph Lißner über seinen Clubkameraden Thomas Weinert, deren Doppelsieg bei den Herren55 und der überlegene Sieg von Heide Maaß gegen Paola Carega aus der Schweiz bei den Damen 40.

In Berlin blieben außerdem die Titel bei den Herren 80 für Ralf Bruse von TC Schwarz- Gold Berlin, Bernhard Nothnagel TC Berolina Biesdorf Herren 70, Adrian Nautsch Herren 60 und im Mixed 55 gewannen Ute Mattausch aus Strausberg mit Dr. Wolfgang Landgraf von TC Blau-Weiß Berlin gegen die Familie Haubner aus Österreich. Martin Melchir vom BTTC gewann das Endspiel der Herren 50 gegen den starken Italiener Andrea Caprioglio.

Zwei Titel gingen in den deutschen Süden. Gabi Joachimski bei den Damen 50 und Wolfram Schmidle bei den Herren 65 siegten souverän in ihren Altersklassen. Kai Kaufmann aus Köln gewann die Konkurrenz Herren 35.

Aus Polen und Italien war starke internationale Konkurrenz angereist. Bei den Herren 40 beherrschten die beiden Polen Gerard Wilanowski und Tomacz Bobeki die Herren 40. Wilanowski siegte im rein polnischen Endspiel. Die Italiener Pasquale Saccone, Herren 55, Andrea Caprioglio, Herren 50, wurden Dritter und Zweiter in ihren Konkurrenzen und im Doppel 45 zweiter gegen Scheerer/ Ziebuhr (Berlin/ Hamburg). Die Österreicherin Renate Hauber blieb in einem spannenden Finale siegreich gegen die bekannte Berliner Spitzenspielerin Brigitte Hoffmann.

Alle Sieger nahmen als Trophäe einen goldenen Berliner Buddy Bären mit nach Hause. Das sportlich hochklassige internationale Seniorenturnier wurde gesellschaftlich umrahmt mit einer gelungenen Weinprobe in der Bernauer Galerie und einer Players Night in der Waldsiedlung.

Schon kurz nach Turnierende begannen die Planungen der Verantwortlichen für die 3. ITF Berlin Indoor Senior Open vom 27. November bis 2. Dezember 2018. Dann werden sich auch Rüdiger Schrehard und Hans-Dieter Hollmig sicher wieder sehen.

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