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Schulleitung und Stadtverwaltung sind zuversichtlich, dass neu geschaffene Einrichtung auch ohne Zwang angenommen wird

Bildung
Schulzentrum ist auf einem guten Weg

Beliebt: Von den Kindern der Kita Gänseblümchen, mit der das Schulzentrum eine Kooperation hat, würden viele gern die Einrichtung besuchen. entstehende Schulzentrum besuchen möchten, Kooperation zwischen Kita und Schule, 6.12.17, Foto: Siegmar Trenkler
Beliebt: Von den Kindern der Kita Gänseblümchen, mit der das Schulzentrum eine Kooperation hat, würden viele gern die Einrichtung besuchen. entstehende Schulzentrum besuchen möchten, Kooperation zwischen Kita und Schule, 6.12.17, Foto: Siegmar Trenkler © Foto: RA/Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 07.12.2017, 12:31 Uhr
Neuruppin (RA) Noch vor wenigen Monaten wollte die Stadt den Besuch des neuen Schulzentrums an der Fontaneschule vorschreiben. Mittlerweile scheint das gar nicht mehr nötig. Denn es gibt viel Zuspruch und großes Interesse seitens der Eltern.

Vergessen scheint der Nachdruck, mit dem die Verwaltung den Besuch des künftigen Schulzentrums anordnen wollte. Auch ohne Zwang gebe es viel Nachfrage nach der neuen Schulform, erklärte Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler. Das habe vor allem der Tag der offenen Tür in der vergangenen Woche gezeigt. Zusätzlich zu dem Aktionstag hat die Stadt als Flyer einen Ratgeber für die Schulanmeldung drucken lassen. Darin wird unter anderem auf die für Neuruppin neue Schulform hingewiesen, in der die Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse im selben Gebäude lernen können.

Auch in der Schule ist seit dem Beschluss der Stadtverordneten einiges passiert. So gibt es mittlerweile eine Kooperation mit der Kita Gänseblümchen, die nur wenige Meter entfernt ist und somit zum Einzugsgebiet der Einrichtung zählt. Die Kita-Kinder selbst konnten am Mittwoch in drei Gruppen beim Probeunterricht in der Schule erste Eindrücke gewinnen. Der schien durchweg positiv zu sein. Auf die Frage von Fengler hin, wer später gern das Schulzentrum besuchen würde, gingen wenigstens die Hälfte der Arme hoch. Doch vor allem bei den Eltern gebe es ein stetiges Interesse, berichtete Schulleiterin Angela Rohwer. "Ich denke, dass wir wenigstens eine erste Klasse zusammenkriegen werden. Was wir als Schule leisten können, haben wir dafür getan."

Die Vorteile des neuen Schulzentrums liegen für Rohwer klar auf der Hand: während andere nach der sechsten Klasse durch den Schulwechsel von vorn beginnen müssen, kennen die Lehrkräfte ihre Schützlinge schon von klein an. Zudem sei es für die soziale Kompetenz wichtig, dass Ältere und Jüngere gemeinsam lernen. Dafür sind schon jetzt erste Events geplant. So sollen die Neuntklässler im Mai einen Tag für die Erstklässler gestalten. Vor allem aber hätten die Eltern im Schulzentrum die einmalige Chance, von Beginn an bei der Gestaltung mitzuwirken - etwa, wenn es um den Kauf von Mobiliar geht. Dazu soll es regelmäßige Treffen und Gesprächskreise geben.

Wer am Tag der offenen Tür keine Zeit hatte, bekommt noch in diesem Monat eine weitere Chance, sich das Haus genau anzuschauen. Denn am 13. Dezember findet dort von 17 bis 19 Uhr ein Weihnachtsmarkt statt. Damit auch die Unterhaltung dabei nicht zu kurz kommt, haben die Schüler ein Programm einstudiert, berichtet Rohwer.

Wie viele sich am Ende wirklich für das Schulzentrum entscheiden, wird sich erst Ende Februar kommenden Jahres zeigen, wenn das Anwahlverfahren abgeschlossen ist, so Sozialdezernent Fengler. Erst dann kann auch den Schülerzahlen entsprechend damit begonnen werden, nach zusätzlichen Lehrern zu suchen. "Ich bin aber inzwischen auch optimistischer und denke, dass wir genügend Schüler haben werden", so Fengler, der vor Monaten befürchtet hatte, die Stadt werde viel Geld investieren und am Ende ohne Schüler dastehen.

Damit sich der erste Jahrgang der neuen Einrichtung später an den auch für die Stadt denkwürdigen Augenblick erinnern kann, hat sich die PR-Abteilung der Verwaltung etwas ausgedacht. So sollen sich die Kinder bei der Einschulung ins Ehrenbuch der Stadt eintragen können. Auf diese Weise soll der Zeremonie noch einmal zusätzlich Gewicht verliehen werden.

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