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Zeichen für gute Nachbarschaft

rloock / 12.06.2008, 08:28 Uhr
Mehr als 1020 Zuhörer haben an den neun Vortrags-Veranstaltungen der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie im Zeitraum vom Sommer 2007 bis zum Sommer 2008 teilgenommen. Ein weiterer Termin, ein Ausflug nach Berlin, wird im Juli folgen.

Werner Reim, einer der Chefs der Seniorenakademie, ist mit dem zurückliegenden Programm zufrieden. "Es waren sicher wieder viele interessante Themen dabei, die die Einwohner in Frankfurt und Slubice begeistert haben", sagte er. So besuchten die Senioren u. a. das Kleist-Museum und erfuhren Wissenswertes über den Schriftsteller, man diskutierte mit dem Viadrina-Historiker Werner Benecke, der über "Polen in Europa" sprach, über die neue Rolle Polens in der europäischen Politik und ließ sich vom Frankfurter Stadthistoriker Eckard Reiß über die Geschichte der Dammvorstadt informieren.

Besonderen Andrang gab es bei der zweiten Veranstaltung. Etwa 130 Zuhörer erlebten eine mehr als zweistündige Vortrags- und Gesprächsrunde mit den Stadtoberhäuptern von Frankfurt und Slubice, um deren Nachbarschaft es ging. Frankfurts OB Martin Patzelt und Slubices Bürgermeister Ryszard Bodziacki konnten dabei Zeichen für eine gute Nachbarschaft setzen. Für eine solche konnten beide auch eine ganze Reihe von Belegen anführen, und zwar, wie vor allem Bodziacki immer wieder betont, nicht erst seit der Wende.

Schon vorher, so erinnerte er, waren beide Grenzstädte auf vielfältige Weise verbunden, gab es Arbeitskräfteaustausch und regelmäßige Kontakte von Kultur- und Sportgruppen. Seit der Wende, so ergänzte Patzelt, gab es regelmäßig gemeinsame Tagungen der Stadtverordneten und verschiedener Ausschüsse, bei denen auch Beschlüsse zur Entwicklung beider Städte vorbereitet und schließlich gefasst wurden.

Vorläufiger Abschluss des Programms 2007/2008 war eine Präsentation der Musikschulen Frankfurt und Slubice im Collegium Polonicum. Dort wurden nicht nur Wort-Vorträge gehalten, nein, die Vertreter der Schulen stellten ihr Können auch musikalisch unter Beweis.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm, die selber im Frühjahr vor der Seniorenakademie referiert hatte, habe die deutschen und polnischen Senioren nach Berlin eingeladen. Etwa 50 Teilnehmer werden am 11. und 12. Juli in die Hauptstadt fahren, berichtete Werner Reim.

Nun werde man in der Sommerpause an der Erstellung des Programms arbeiten. Zwar könne er noch keine festen Themen und Referenten benennen, so Werner Reim, aber dennoch sei soviel schon klar: Am 14. Oktober wird die erste Veranstaltung im neuen Bildungsjahr stattfinden.

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