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Ingrid und Horst Bierbaum feierten ihre Diamantene Hochzeit / Vierfache Groß- und sechsfache Urgroßeltern leben glücklich in Hönow

Lange, glückliche Ehe trotz verhinderter Flitterwochen

Verstehen sich gut: Ingrid und Horst Bierbaum sind seit 60 Jahren ein Ehepaar.
Verstehen sich gut: Ingrid und Horst Bierbaum sind seit 60 Jahren ein Ehepaar. © Foto: MOZ/Dirk Schaal
Dirk Schaal / 07.12.2017, 20:05 Uhr
Hönow (MOZ) Ende November schon feierten die Hönower Ingrid und Horst Bierbaum im engsten Kreis ihrer Familie ihre Diamantene Hochzeit bei einem Kurzurlaub in Bansin. Mit den zwei Töchtern, vier Enkeln und den aktuell sechs Urenkeln sowie den Angehörigen kamen so schon 18 Familienmitglieder zusammen.

"Wir lieben die Ostsee, waren oft dort", verriet die 79-jährige Ingrid Biermann jetzt nach der Rückkehr. Reisen ist eine gemeinsame Leidenschaft, dass die beiden Jubilare über die nun 60 Ehejahre begleitet hat. Dabei fiel die Reisepremiere des frisch vermählten Paares nicht so aus wie gewünscht. Nach Rheinsberg sollte es direkt nach der Trauung in die kurzen Flitterwochen gehen. "Es war schon dunkel und wir sind eine Station zu früh ausgestiegen. Dann trafen wir einen älteren Herren, der uns ein Auto mit Fahrer besorgte. Der fuhr uns dann zu einer kleinen Pension. Aber der hat dann so viel Geld dafür verlangt, dass wir keinen Geld mehr für den Urlaub hatten", erinnerte sich Ingrid Biermann erheitert an die Hochzeitsreise.

Gefunkt hatte es zwischen beiden in einem Bootshaus in Oberschöneweide. Der 83-jährige Jubilar stammt ursprünglich aus Leipzig und war dem Wassersport verfallen. Bei einem Fest lernte er dort die sportliche Berlinerin beim Tanzen kennen. "Eigentlich ging dann alles recht schnell", sagt Horst Bierbaum. Am 30. November 1957 läuteten die Hochzeitsglocken für beide. Als diplomierte Sozialpädagogin und im Amt als Oberin baute sie in Köpenick mehrere soziale Einrichtungen auf. Horst Bierbaum lernte Feinmechaniker, studierte gleich danach und war an der Entwicklung verschiedene Messgeräte beteiligt.

Auf der Suche nach einer Wohnung wurden sie damals in Hirschgarten fündig. Nach 720 anstrengenden Aufbaustunden und der Zahlung von 3500 Mark für Genossenschaftsanteile hatten sie dann endlich 1960 ein gemeinsames Dach über dem Kopf. Erst 2008 verließen beide die Wohnung. "Sie war im dritten Stock und mit dem Treppensteigen wollte es nicht mehr so", verrät Horst Bierbaum, warum das Paar dann nach Hönow umgezogen ist. "Wohnung und Umgebung sind wunderschön", schwärmt Ingrid Biermann. In der Drei-Zimmer-Wohnung hängen einige von ihr gemalte Bilder, Puppen mit selbst genähten Kleidern sitzen im Wohnzimmer. "Sie näht mittlerweile alles, für die ganze Familie, das ist ihr großes Hobby", berichtet Horst Bierbaum.

Er selbst ist mit dem Fotoapparat unterwegs, gestaltet gern und tüftelt ständig, wie man sich das Leben einfacher gestalten kann. "Ich habe im ganz kleinen Maßstab ein Entsorgungssystem entwickelt, das Wertstoffe trennt und leicht zu handhaben ist", erklärt der Hönower Ingenieur stolz.

Möglichst viel Zeit mit der Familie verbringen können, gesund bleiben und nochmal im Urlaub nach Österreich, das sind die Wünsche des Diamantenen Paares an die Zukunft.

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