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Team der Buckower Mutter-Kind-Klinik "Waldfrieden" verteidigt Qualitätssiegel und holt sich ein weiteres dazu

Klinik
Weiter an den Stellschrauben gedreht

Glückwunsch: Ulrike Kleemann überreicht Klinikleiter Heiko Horst-Müchler die Urkunde (v. l. Juliane Günther, Petra Schreiber, Holger Becker, Karin Lauben, Volker Melchert, Gabriele Rinast-Bertram)
Glückwunsch: Ulrike Kleemann überreicht Klinikleiter Heiko Horst-Müchler die Urkunde (v. l. Juliane Günther, Petra Schreiber, Holger Becker, Karin Lauben, Volker Melchert, Gabriele Rinast-Bertram) © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 12.12.2017, 06:39 Uhr
Buckow (MOZ) Zwei Tage lang weilten Prüfer in der Mutter-Kind-Klinik "Waldfrieden". Dann konnte erstmals das Qualitäts-Zertifikat des Müttergenesungswerkes überreicht und das der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation zum dritten Mal verteidigt werden.

Der Testlauf ist weitgehend gelungen. Die Mitarbeiter stehen hinter der Neuerung und freuen sich darüber: Kommt mittwochs ein neuer Durchgang von Patientinnen mit Kindern in der Mutter-Kind-Kureinrichtung "Waldfrieden" an, dann wird der Anreisetag mit den nötigen Aufnahme-Gesprächen, Eingangs-Untersuchungen und Modalitäten nunmehr auf zwei Tage verteilt.

Das helfe sowohl dem Personal als auch den Müttern, sagte Klinikleiter Heiko Horst-Müchler am Montag zur Übergabe des erstmals errungenen Qualitätssiegels des Müttergenesungswerkes (MGW). "So haben wir im Gespräch mit den Mitarbeitern gemeinsam diese Entscheidung getroffen."

Nach oft langer Autofahrt - die Patienten kommen aus der ganzen Bundesrepublik in die Buckower Kureinrichtung - seien die Kinder müde, die Mütter gestresst, setzte Dr. Horst Melchert, zuständig für den medizinischen Bereich im "Waldfrieden", hinzu. Hier an den einzelnen Stellschrauben zu drehen - wie es der Klinikleiter gern nennt -, sei wichtig für die Weiterentwicklung der Klinik, sieht es der Kneipp- und Badearzt. Sonst drohe die Gefahr des Zurückbleibens.

Diese Auffassung konnte Ulrike Kleemann nur teilen. Als Kuratoriumsmitglied für den Paritätischen im Müttergenesungswerk der Elly- Heuss-Knapp-Stiftung überreichte sie dem Team der Buckower Reha-Klinik für Mutter und Kind erstmals in seiner knapp 15-jährigen Geschichte das MGW-Qualitäts-Zertifikat. Denn "Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens", bezog sie sich auf einen Satz von John Ruskin. Gerade die besonderen Anforderungen einer Qualitätsprüfung würden ein Höchstmaß an Arbeit und Beweglichkeit erfordern, dem sich das Team gestellt habe, würdigte sie.

Beim abschließenden Rundgang durch das Haus, geführt von der Qualitätsbeauftragten Petra Schreiber mit den Zuständigen der einzelnen Bereiche, erschlossen sich die Voraussetzungen für einen gesundheitsfördernden, entschleunigenden, familienfreundlichen Kuraufenthalt mit möglichst lang anhaltendem Effekt nochmals eindrücklich.

Von der obersten Etage des Anbaus bis hinunter zum Erdgeschoss des Altbaus legten Räumlichkeiten, Farbgebung und Organisation der Abläufe ein gutes Zeugnis davon ab. Ob das stete Vorhandensein einer Nachtschwester oder die wechselnden Ausstellungen in den Fluren der einzelnen Etagen; ob in den geforderten kleinen bunt-fröhlichen Teeküchen, die sowohl vom Personal als auch von Müttern genutzt werden können, oder im per Zahlenschloss gesicherten Schwimmbad; ob an der Tafel mit freien Kursplätzen oder dem Waschsalon mit Münzautomaten für die Mütter - Qualitätskriterien nahmen Gestalt an.

Wie flexibel auf Bedürfnisse reagiert wird, zeigte beispielsweise, dass das "Bullaugen-Zimmer" mit bequemer Rundum-Polsterung inzwischen nicht nur von Kindern frequentiert wird. Es eignet sich durch angenehmere Sitzpositionen auch für Treffen mit den Schwangeren. Erst jüngst hinzugekommen ist in der neu gestalteten Küche die Durchreiche mit einer beheizbaren Abstelle - eine logistische und hygienische Verbesserung.

Außerdem solle demnächst u. a. der Foyerbereich modernen Erfordernissen angepasst und im Zuge des Anbaus eines weiteren Rettungsweges ein Stück Hang zur Seeseite modelliert werden, schaute der Klinikleiter voraus. Die nun errungenen Zertifikate dürften dazu weiter motivieren.

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