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Mitglieder des Freundeskreises haben neue digitale Chronik der Spreestadt online gestellt / erste Sonderausstellung in 2018 wird vorbereitet

Per Mausklick durch die Stadtgeschichte

Bettina Winkler / 13.12.2017, 20:33 Uhr - Aktualisiert 14.12.2017, 14:50
Fürstenwalde (bw) Mit der neuen, digitalen Ortschronik der Spreestadt haben Museumsleiter Guido Strohfeldt und Mitglieder des Freundeskreis-Museum den Fürstenwaldern ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art gemacht. Seit einigen Tagen ist die Seite online und per Klick auf Button "Fürstenwalde-Chronik einer Stadt" auf der Museums-Homepage zu sehen.

"Fakten und Daten von Fürstenwalde gibt es im Internet viele. Aber nicht alle sind korrekt recherchiert", erläutert Strohfeldt. Umso größer war die Begeisterung, dass sich ein harter Kern von fünf, sechs Mitgliedern des Freundeskreises mit der neuen Chronik beschäftigte, die später auch ehemals selbständige und jetzt eingemeindete Orte wie Ketschendorf, Rauensche Ziegelei, Molkenberg und Trebus enthalten soll. "Die Daten sind alle akribisch recherchiert und nachprüfbar", sagt Gerd-Dieter Bietz vom Redaktionsteam.

Kurz, knapp und gut verständlich sind die Fakten zu folgenden Themen aufgearbeitet: Von der Gründung der Stadt 1123, Stadtentwicklung in der Reformationszeit, Ulanen und Industrialisierung (1816-1900). Die Zeit der Weimarer Republik, der Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit und sowjetische Besatzungszone, Wiederaufbau in der DDR, politische und gesellschaftliche Wende 1989/90 bis zur heutigen Entwicklung. Wer mehr Information möchte, kann sich durch Links zum Beispiel die Seiten der Samariteranstalten oder der Format-Werkstätten aufrufen. "Da steckt viel Herzblut drin und jede Menge Arbeit", so Gerd-Dieter Bietz. Er ruft Fürstenwalder auf, aktiv mit zu wirken. "Wer noch etwas weiß, kann sich gern bei uns melden", sagt Bietz. "Die Angaben wurden so knapp gehalten, um auch Anreize zu schaffen, einmal ins Museum zu kommen", sagt Hans-Jürgen Woldt, der als ehrenamtlicher Web-Designer fungierte und rund 200 Stunden an der Seite bastelte.

Ein Besuch im Fürstenwalder Museum lohnt sich gerade vor Weihnachten. Wer noch ein Geschenk benötigt, wird vielleicht im Museums-Shop fündig.Mitarbeiterin Barbara Oldach hält einige Besonderheiten für Geschichts-Begeisterte bereit. Der neue Kreiskalender ist vorrätig, ein Bildband über Brandenburg sowie Geschichten und Anekdoten vom Alten Fritz sind sehr interessant. Die Fürstenwalder Heimatgeschichten und die zweite Auflage des Buchs über die Pintsch-AG von 1872 bis zur Gegenwart sind zu haben. Besonders empfehlenswert sind die "Schlimmen Geschichten" von Hans-Joachim Aschenbrenner. Darin geht es um Unheile, Missetaten und Unglücke in der Region. Die erste Sonderausstellung im 2018 unter dem Titel "Die Gerufenen - Migration der Deutschen" in Zusammenarbeit mit dem Bund der Vertriebenen und der Stiftung Haus Brandenburg ist derzeit in Vorbereitung.

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