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Mordprozess
Leila G. – Ein Leben voller Trauer und Schmerz

Leila G. mit einem Foto ihrer ermordeten Mutter
Leila G. mit einem Foto ihrer ermordeten Mutter © Foto: MOZ
Mathias Hausding / 13.12.2017, 22:20 Uhr - Aktualisiert 13.12.2017, 22:34
Müllrose (MOZ) Zehn Monate nachdem ihr Sohn ihre Mutter und zwei weitere Menschen getötet hat, spricht Leila G. ausführlich über den schwierigen Alltag seit den Taten, über ihre Krankheit und den Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder). Gegen mehrere Behörden erhebt sie erneut Vorwürfe.

„Ich bin jedes Mal aufs Neue erschrocken, wenn ich jetzt in der MOZ über den Prozess gegen Jan lese. Ich kann es auf der einen Seite immer noch nicht glauben, auf der anderen Seite tritt er vor Gericht genauso großspurig auf, wie ich das von zu Hause kenne“, erzählt die Mutter. Vielleicht könne nun mancher ermessen, in welchen Ängsten ihre Familie zweieinhalb Jahre gelebt habe, als Jan immer wieder ausgerastet sei und andere bedroht habe, ohne dass die Sicherheitsbehörden eingeschritten seien.

Wenn Leila G. erzählt, hat sie zu jedem Vorfall sofort das genaue Datum parat, erinnerte sich an jedes Schriftstück, an jeden Kontakt mit den Behörden. „Das ist doch kein Wunder“, sagt sie mit Tränen in den Augen. „Ich bin jetzt abends meist allein, da kommen natürlich die Erinnerungen, auch die Gedanken daran, was ich vielleicht hätte anders machen können.“

Mit Blick auf ihren Sohn mischen sich viele Gefühle, erzählt Leila G. So habe sie nach wie vor Angst vor ihm und deshalb nicht die Kraft aufgebracht, vor Gericht als Zeugin auszusagen. Gleichzeitig sieht sie in dem 25-Jährigen einen völlig hilflosen Menschen, dessen Mutter sie weiterhin ist. Sollte er eines Tages dazu bereit sein, werde sie ihn im Gefängnis besuchen.

Wie wurde er nun so, wie er ist? Lag es an den Drogen? Für seine Mutter ist die Antwort klar: „Es war der Missbrauch im Kindesalter, von dem ich nicht wusste.“

Die komplette Geschichte am Donnerstag in der Märkischen Oderzeitung. 

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