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Waldweihnacht zieht Hunderte Besucher in den Forstbotanischen Garten

Feuerspektakel
Wo Waldwesen tanzen

Julia Lehmann / 17.12.2017, 20:58 Uhr - Aktualisiert 18.12.2017, 15:48
Eberswalde (MOZ) Die siebte Waldweihnacht machte an diesem Wochenende aus dem Forstbotanischen Garten ein Fantasieland aus Licht und Schatten. Die Stiftung Waldwelten hatte zusammen mit dem Duo Thalamus eine Inszenierung der Waldkräfte erarbeitet. Ein Spiel der Waldwesen.

Trolle, Elfen, Tiere, Bäume streifen haltlos durch den Wald - die Kräfte des Waldes sind aus dem Gleichgewicht geraten. Die guten Kräfte, die in ihnen wohnen, wollen das Gleichgewicht wieder herstellen, das der Mensch stört. Es ist dunkel geworden im Forstbotanischen Garten, als die Laiendarsteller, zumeist Studierende der HNE, eine zauberhafte Fantasiewelt entstehen lassen. Es gibt ein Schattenspiel, Feuer und stimmungsvolles Licht, das die Bäume in Farbe taucht.

2000 Besucher kamen allein am Sonnabend zur Waldweihnacht der Stiftung Waldwelten in den Forstbotanischen Garten. Höhepunkt war die Aufführung "Waldkräfte " - einer Performance mit Feuerspielen, Tanz und Musik vor nächtlicher Kulisse.
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Waldweihnacht verzaubert Besucher

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Das Spiel der Waldwesen, es hat sieben Proben gekostet, bis am Sonnabendabend die große Aufführung folgt. Die Stiftung Waldwelten, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung sowie der Forstbotanische Garten feiern nun schon in siebter Auflage die Waldweihnacht. In jedem Jahr wird eine Geschichte erarbeitet, die Weihnachten von einem etwas anderen Blickwinkel thematisiert. Es geht darum Licht in dunkle Tage zu bringen und damit die Wintersonnenwende aufzunehmen, erklärt Sascha Jentsch. Mit Janana Klemm, gemeinsam verkörpern sie das Duo Thalamus, hat er die Geschichte um die Waldkräfte geschrieben und choreographiert. Gleich zweimal wurde das Spektakel der Waldweihnacht am Wochenende gezeigt. Der Höhepunkt am Sonnabend zog so viele Menschen in den Forstbotanischen Garten, dass sich die Besucher für die Aufführung überall auf den Hängen und Wegen des Gartens verteilen. Gute Plätze sind hart umkämpft. Etwas über 2000 Gäste waren es allein am Sonnabend, sagt Bernhard Götz, wissenschaftlicher Leiter des Forstbotanischen Gartens. Wegen der großen Nachfrage hatte man das gesamte Programm am Sonntag nochmal gezeigt. Die Menschen wollen sich verzaubern und fesseln lassen, sagt Karin Siegmund von der Stiftung über den anhaltenden Erfolg der Veranstaltung. "Wir im Spiegel der Natur", deutet sie die Inszenierung. Und Sascha Jentsch formuliert ein Ziel: "Der Mensch soll sich als Teil des Ökosystems sehen, nicht als Herrscher." Naturgewalten wie vergangene Stürme zeigen Grenzen des Menschen auf. Daran habe man angeknüpft.

In der Aufführung geht das dann so: Die Dunkelheit lockt die Waldwesen auf ihrer Deckung. Es sind Wesen mit Hörnern und langen Nasen, Elfen und sogar ein wandelnder Baum. Chorgesang. Die Wesen tanzen und spielen. Feen tauchen auf. Aber etwas in der Musik verrät Bedrohung. Sie stürmen davon. Brüllende Männerstimmen. Eine Naturgewalt. Ein Sturm, symbolisiert durch eine riesige Folie, zieht auf. Feuerwesen übernehmen. Ihre dunkel geschminkten Gesichter verheißen nichts Gutes. Sie sind die dunklen Kräfte. Ein Einhorn bewegt sich zerbrechlich voran, bäumt sich vor lodernden Bäumen. Doch dann: Licht. Kinder tragen leuchtende Bäume heran. Sie tanzen mit den Wesen und bilden einen Kreis - das Sinnbild der Einheit.

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