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Christian Mirle kann sich Rosengarten ohne Bahnanbindung nicht vorstellen

Ortsvorsteher
"Der Halt ist elementar für uns"

Ortsvorsteher Christian Mirle an der Treppe zum Bahnsteig in Rosengarten, im Hintergrund der RE1.
Ortsvorsteher Christian Mirle an der Treppe zum Bahnsteig in Rosengarten, im Hintergrund der RE1. © Foto: MOZ/Thomas Gutke
Thomas Gutke / 21.12.2017, 07:00 Uhr - Aktualisiert 21.12.2017, 17:01
Rosengarten (MOZ) Eine Minute nach jeder vollen Stunde herrscht am Bahnsteig Rosengarten Hochbetrieb. Jedenfalls für hiesige Verhältnisse. Dann treffen sich an dem kleinen Haltepunkt sowohl der RE 1 zum Frankfurter Hauptbahnhof als auch der Zug nach Berlin.

Für Christian Mirle ist die seit 175 Jahren bestehende Anbindung an eine der wichtigsten Zugstrecken im Land ein Segen. "Der Halt ist elementar für unseren Ortsteil. Ich hoffe und setze mich dafür ein, dass er uns noch lange erhalten bleibt", erklärt der Ortsvorsteher.

Die Zahlen sollten eigentlich keinen Anlass zur Sorge geben. Laut Deutsche Bahn steigen durchschnittlich täglich 310 Fahrgäste in Rosengarten ein und aus und damit deutlich mehr als früher. 2006 waren es nur 180.

Viele Rosengartener aber auch Frankfurter aus dem Stadtteil West würden von hier aus zur Arbeit in Richtung Hauptstadt pendeln. Die gut 20 Parkplätze am nahe gelegenen Heideweg seien praktisch jeden Tag voll belegt. "Es ist manchmal schon etwas knapp mit den Stellflächen", berichtet Christian Mirle, der selbst ab und an bequem mit dem Zug nach Berlin fährt.

Das alte Bahnhofsgebäude wird schon lange nicht mehr als solches genutzt. Stattdessen findet sich darin heute ein Frisiersalon sowie ein größerer Gemeinschaftsraum, in dem regelmäßig der Ortsbeirat tagt.

Dessen Mitglieder blicken bereits gespannt auf das für die nächsten Jahre größte Infrastrukturvorhaben in Rosengarten, das ebenfalls mit der Bahnlinie zusammenhängt. Die alte Straßenbrücke über den Gleisen bröckelt, muss abgerissen und erneuert werden. Geplante Kosten: mehr als 5 Millionen Euro. "Mitte 2018 könnten die Bauarbeiten beginnen", so Mirle. Zuvor wird noch die Behelfsbrücke eingerichtet. Mit dem Neubau soll der Haltepunkt auch einen barrierefreien Zugang erhalten.

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