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Optiker erfüllt kleine Träume junger Leute / Abgeordneter lädt sie in den Bundestag ein

Überraschung bei der Bescherung

Vorfristige Bescherung in der Wohngruppe Vitalis 1: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (l.) ist seit Jahren Schirmherr der Wunschbaumaktion von Dietmar Ortel.
Vorfristige Bescherung in der Wohngruppe Vitalis 1: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (l.) ist seit Jahren Schirmherr der Wunschbaumaktion von Dietmar Ortel. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 22.12.2017, 06:20 Uhr
Schwedt (MOZ) Seit vielen Jahren lässt der Augenoptiker Dietmar Ortel in seinen Filialen einen Weihnachtsbaum mit Wunschzetteln schmücken. Mit Wunschzetteln von bedürftigen Menschen, von Kindern und Jugendlichen. Auch in Angermünde. Kunden sind eingeladen, in der Vorweihnachtszeit Herz zu zeigen und zu helfen, die Wünsche zu erfüllen.

Jens Koeppen, CDU-Bundestagsabgeordneter und seit Jahren Schirmherr der Aktion, sagt: "Es ist wichtig, dass wir füreinander da sind, uns auch um jene in der Gesellschaft kümmern, denen es nicht so gut geht. Die Wunschbaumaktion der Firma Ortel ist dafür eines von sehr vielen guten Beispielen." Mit Mitarbeiterinnen der Firma übergab er am Donnerstag die Geschenke an die Mädchen und die Jungen in der Wohngruppe Vitalis 1 unter dem Dach des gemeinnützigen Uckermärkischen Bildungsverbundes in Schwedt und setzte sich mit den jungen Leuten und ihren vier Betreuern noch zur erfrischend lockeren Runde an die Kaffeetafel.

Am Ende hatte der Abgeordnete noch eine Überraschung bei der Bescherung für die Gruppe in petto: "Ich lade euch ein, nach Berlin zu kommen und im Frühjahr 2018 den Bundestag zu besuchen - mit Führung durch das Parlament, Antworten auf all eure Fragen und Mittagessen." Die Überraschung war gelungen. Das war den glänzenden Augen anzusehen und aus den Reaktionen auf die Einladung zu hören: "Danke sehr, echt cool. Berlin!"

In der Wohngruppe Vitalis leben derzeit sieben Mädchen und ein junger Mann. Er macht eine Ausbildung. Ein Mädchen lernt beim Angermünder Bildungswerk und am Oberstufenzentrum in Prenzlau. Die anderen gehen noch zur Schule. Bei ihnen allen funktioniert das Zuhause nicht so, wie es sein sollte. Die Gründe sind verschieden.

Kerstin Lehmann ist die Teamleiterin. Sie und ihre Kollegen begleiten die jungen Leute auf dem Weg in ein normales Leben.

Dafür gibt es Regeln. Um 18 Uhr wird gemeinsam Abendbrot gegessen. Es gibt Reinigungsdienste für die Zimmer. Leben will gelernt und geübt sein. Der Weg ist schwierig, aber zu bewältigen. Mal mehr und mal weniger mit Stolpersteinen, Rückschlägen oder freudigen Überraschungen gepflastert. Wenn die Zeit herangereift ist, dann haben die Gruppenmitglieder die Möglichkeit, in eine Wohnung zu ziehen.

Es gibt einen Essengeldzuschuss und manchmal den Besuch eines Betreuers - aber sonst müssen die jungen Leute lernen, selbstständig zu leben. Mit mehr Freiheiten als in der Wohngruppe. Mit mehr Verantwortung für das eigene Leben.

Über die Feiertage kehrt ungewohnte Ruhe ein in die Wohngruppe beim UBV. Die jungen Leute kehren über Weihnachten nach Hause, zu ihren Familien zurück. Oder zur Oma. Oder sie kommen bei befreundeten Familien unter. Doch vorher haben Kerstin Lehmann und ihre Kollegen noch eine Überraschung vorbereitet: Gemeinsam geht die Gruppe essen in einer Gaststätte.

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