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Weihnachtsoratorium erfreut am Sonnabend Zuhörer in der Eberswalder Maria-Magdalenen-Kirche

Johann Sebastian Bach immer neu interpretiert

Eindrucksvoll: Der Eberswalder Projektchor zusammen mit dem Berliner Orchester "Junge Sinfonie" Bachs Weihnachtsoratorium fügten sich in die Kulisse der Maria-Magdalenen-Kirche.
Eindrucksvoll: Der Eberswalder Projektchor zusammen mit dem Berliner Orchester "Junge Sinfonie" Bachs Weihnachtsoratorium fügten sich in die Kulisse der Maria-Magdalenen-Kirche. © Foto: Christina Sleziona
Christina Sleziona / 17.12.2017, 21:33 Uhr
Eberswalde (sle) Am Sonnabend "jauchzte und frohlockte" es wieder einmal in der Maria-Magdalenen-Kirche. Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium wurde durch das Berliner Orchester "Junge Sinfonie" sowie dem Eberswalder Projektchor unter der Leitung von Siegfried Ruch eindrucksvoll vorgeführt und begeisterte die zahlreichen Zuhörer.

"Die Musik ist die beste Gottesgabe. Musik ist der beste Trost. Sie ist eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger, vernünftiger macht." Mit diesem Zitat Luthers begrüßte Kantor Siegfried Ruch die Zuhörer in der evangelischen Kirche und betonte zugleich die Bedeutung jener Kirchenmusik. Die Begrüßung kam an; die Kirche war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Gäste warteten fühlbar gespannt auf die ersten Klänge. Kurz darauf erfüllten eindrucksvolle Stimmen und Instrumente eineinhalb Stunden lang den Raum. Neben dem Eberswalder Projektchor war auch das Berliner Orchester der "Jungen Sinfonie" (Leitung Daniela Braun) zum wiederholten Mal für die Veranstaltung gewonnen worden. Als Solisten waren Christine Wolff (Sopran), Karen Reifenstein (Alt), Ferdinand Keller (Tenor), Bernhard Leube (Bass) und Patrick Wildermuth an der Orgel zu erleben.

Das Weihnachtsoratorium von Bach wurde erstmals zum Jahreswechsel 1734/35 aufgeführt und gehört zu seinen bekanntesten Stücken. Es besteht aus insgesamt sechs Kantaten, die die damals üblichen sechs Feiertage in der Weihnachtszeit repräsentieren. Für Siegfried Ruch, der seit 2004 den Eberswalder Projektchor leitet, ist dieses Musikstück für die Weihnachtszeit genauso unentbehrlich wie die Klassiker "Oh du fröhliche" oder "Stille Nacht". Seine Kollegin Daniela Braun kann ihm da nur zustimmen. "Dieses Stück erzählt die Weihnachtsgeschichte so schön wie kaum ein anderes", ergänzte sie. Doch obwohl das Stück unter Ruchs Leitung jedes Jahr erneut präsentiert wird (und nur drei Kantaten gespielt werden), schleiche sich bei ihm keine Routine ein. "Mit der Zeit wird man sicherer, aber von Routine kann keine Rede sein.", erklärte er. "Jedes Jahr arbeiten wir mit neuen Sängern und haben neue Probleme. Es bleibt also spannend."

Dieses Jahr musste er sich allerdings keine ernsthaften Sorgen machen: Das Oratorium war beim Publikum bis zum letzten Takt ein Erfolg. Auch Michael Riedel aus Eberswalde fand die Umsetzung sehr gelungen. Besonders angenehm fand er, "dass der gesamte Chor mit der Akustik in der Kirche harmonierte". Als Klassikliebhaber hatten sich vor allem Ruth und Matthias Burchardt auf den Abend gefreut. Sie kamen gern für die Interpretation von Bachs Werk und konnten gleichzeitig ihre Nichte und Solistin Karen Reifenstein unterstützen.

Am Ende verabschiedete sich das Publikum mit stehenden Ovationen von den Sängern und Orchestermitgliedern.

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