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Fahrradfreundliches Observatorium

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Iris Stoff / 15.07.2009, 08:00 Uhr
Lindenberg () 2600 Brandenburger beteiligen sich bisher an der Gesundheitsaktion "Mit dem Rad zur Arbeit", zu der die AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bereits im fünften Jahr aufrufen. Zu den 126 Männern und Frauen, die im LOS für ihre Fitness in die Pedalen treten, gehört auch ein Drittel der Belegschaft des Observatoriums in Lindenberg.

Das Observatorium kann man mit Fug und Recht als fahrradfreundlichen Betrieb bezeichnen. "Mit 20 Kollegen hat sich immerhin ein Drittel unserer Belegschaft wieder bei der Aktion der AOK und des ADFC angemeldet, und darüber hinaus gibt es sicher auch noch einige mehr, die ihren Arbeitsweg mit dem Rad zurücklegen", zählt Frank Beyrich, der amtierende Leiter des "Obs" stolz auf. Auch er selbst ist mit von der Partie, legt den Weg von seiner Herzberger Wohnung nach Lindenberg häufig auf dem Drahtesel zurück.

"Mitarbeiter aus dem Observatorium sind von Beginn an, seit dem Jahre 2005, dabei", schildert Ulrich Görsdorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fernsondierung. Er selbst kommt bei Wind und Wetter aus Beeskow mit dem Fahrrad zur Arbeit geradelt. "Für mich ist das ein wunderbarer Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit, den ich nicht missen möchte", sagt er. Seinerzeit hatte der Meteorologe mit noch drei Kollegen das erste Team gebildet, das sich bei der Aktion anmeldete. Im Jahr darauf seien es bereits zehn Teilnehmer gewesen, und "dann hat sich das von 2007 bis jetzt auf etwa 20 Leute eingependelt". Alle 20 Kollegen hätten mittlerweile 7206 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt, hat Ulrich Görsdorf ausgerechnet. Und große Werbung und Überzeugungskraft seien dabei überhaupt nicht nötig gewesen, betont er. "Das hat sich einfach rumgesprochen. Und das Erstaunliche war, dass sich so mancher auch nach Ende der Aktion motiviert gefühlt hat, weiter mit dem Rad zur Arbeit zu kommen."

Bis zum 31. August geht es bei "Mit dem Rad zur Arbeit" darum, an mindestens 20 Tagen das Auto gegen den Drahtesel zu tauschen und mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Berufsschule oder zum Studium zu fahren. Auch Bahn- und Buspendler können sich beteiligen. Unter allen Radlern, die das Ziel erreichen oder übertreffen, werden zahlreiche tolle Preise rund um den Radsport verlost. Bis zu vier Teilnehmer können ein Team bilden. Unter den angemeldeten Mannschaften wird ein eigener Teampreis verlost.

Im Jahre 2006 gehörte mit Peter Ulrych übrigens bereits ein Mitarbeiter aus dem Observatorium zu den glücklichen Preisgewinnern. Er konnte sich damals über ein nagelneues Tourenrad freuen. Der Techniker kommt aus Tauche und fährt zu jeder Jahreszeit die etwa neu n Kilometer lange Strecke bis zur Arbeit. Natürlich nimmt er auch in diesem Jahr wieder in einem der Teams des Observatoriums an der Aktion teil. Neben Tauche gehören auch Beeskow, Storkow, Lindenberg, Herzberg, Glienicke, Bad Saarow und Königs Wusterhausen zu den Orten, aus denen sich radelnde "Obs"-Mitarbeiter auf den Weg zum Dienst machen. Auch Kombinationen mit dem öffentlichen Nahverkehr sind möglich. Während der Labortechniker Jörg Karpinsky schon die ganzen acht Jahre, die er im Observatorium arbeitet, immer mit dem Fahrrad gekommen ist, "auch bei tiefen Minusgraden", ist die Teilnahme an der Aktion für die 60-jährige technische Mitarbeiterin Heiderose Weber aus Glienicke nun willkommener Anlass, "mal wieder öfter mit dem Rad zu fahren."

Noch bis heute können sich Interessierte im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbei t anmelden. Dort gibt es auch weitete Informationen rund um diese gesundheitsfördernde Aktion.

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