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Silvesterwanderung
Zwei- und Vierbeiner auf Tour

Entspannung für Hund und Herrchen/Frauchen: Zahlreiche Tierhalter nutzten den Spaziergang zu Silvester in Kremmen. Geladen hatte der Hundesportverein. Die Vorsitzende Astrid Braun (links) war mit ihrem fotogenen Chester an ihrer Seite.
Entspannung für Hund und Herrchen/Frauchen: Zahlreiche Tierhalter nutzten den Spaziergang zu Silvester in Kremmen. Geladen hatte der Hundesportverein. Die Vorsitzende Astrid Braun (links) war mit ihrem fotogenen Chester an ihrer Seite. © Foto: Inez Bandoly/MOZ
Inez Bandoly / 01.01.2018, 19:18 Uhr
Kremmen (OGA) Groß, klein, reinrassig oder Mischling: Über ein Dutzend Hunde spazieren am Silvestertag bis zum Dunkelwerden durch den Kremmener Forst. Dorthin führen sie ihre Besitzer, eingeladen vom Hundesportverein Kremmen/Schwante.

Silvester: des einen Freud, des anderen Leid. Während die Menschen den Jahreswechsel mit großer Knallerei ausgelassen feiern, bereitet dieser Krach den Tieren richtig Stress. Vor allem Hundehalter können davon ein Lied singen. Das Pfeifen der Rakete, die in den Himmel schießt, das Knallen und Knistern hoch oben, wenn sich das Geschoss in ein Meer voller schöner bunter Leuchtkugeln entfaltet, finden die meisten Menschen faszinierend, Hunde aber nicht.

Damit einige dieser Vierbeiner entspannt, glücklich und müde ins neue Jahr dösen können, veranstaltet der Hundesportverein Kremmen/Schwante 1979 jährlich am letzten Tag des Jahres einen Silvesterspaziergang. Dabei geht es über eine Stunde durch den an das Vereinsgelände angrenzenden Wald.

So geschehen am letzten Sonntag. Dort treffen sich knapp zwei Dutzend Menschen am Vereinshaus An der Linde in Kremmen. Jeder hat einen Hund dabei und es gibt es ein großes Hallo. Während sich die Leute die Hände schütteln, beschnuppern sich die meisten Hunde schwanzwedelnd. Bis auf die fünf Monate alte Mischlingshündin Lea. Sie ist sehr aufgeregt, ihr schrilles Bellen zieht alle Blicke auf sich. Sie ist schwer zu beruhigen.

Immer wieder zieht der Junghund an der Leine, welche am anderen Ende Frauchen Dana versucht gut festzuhalten. Sie gehört zur Familie Loboda aus Marwitz. Und hat diesen kleinen Hund im Internet entdeckt und über einen Tierschutzverein, welcher sich speziell um Hunde aus Rumänien kümmert, erworben. "Alles was neu ist, bellt sie an", erklärt Dana. Sie war aber beruhigt, dass sich das spätestens nach dem Spaziergang erledigt hat.

Bevor es losgeht, begrüßt Astrid Braun, Vereinsvorsitzende des HSV, alle Zwei- und Vierbeiner. Viele davon sind Mitglieder, andere wollen es gerne werden. Unter Hundehaltern hat es sich herum gesprochen: Beim Hundsportverein sind alle Hunde gern gesehen, die Rasse spielt dabei keine Rolle. "Wir führen Hunde von S bis XL", ist im Schaukasten zu lesen. Tatsächlich laufen dort kleine und große Hunde gemeinsam spazieren. So beispielsweise Chester, der Parson Russell Terrier von der Vereinschefin neben Yara, der Riesenschnauzer-Hündin von Claudia Schmidt aus Dallgow.

Auf dem Platz können die Teams Mensch-Hund am Parcours trainieren. Auf sportliche Art lernen Hund und Mensch beim Alltagstraining ein gutes Team zu werden. "Es macht einfach Spaß", sagt Alice aus Wustermark, die mit ihrem zweijährigen Malinois-Mix Emil in diesem Jahr die Begleithundeprüfung anstrebt. Zudem ist sie seit dem 1. Januar 2018 im HSV, der 25 Mitglieder zählt. Ein Großteil davon marschiert nun los, weit ab vom Silvesterböllerkrach, durch Wald und Flur. Auch wenn es dabei durch Matsch und Pfützen geht, egal. Im Durchschnittstempo von 3,68 Kilometer pro Stunde läuft der Tross insgesamt eine Strecke von 6,66 Kilometer. Nach einer Stunde und 26 Minuten, kommen alle am Vereinshaus zu einem Imbiss zusammen. Alle wirken entspannt.

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