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Verfassungsschutz
Nürnberger soll neuer Chef werden

Der Jurist Frank Nürnberger, Chef der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt, wird Verfassungsschutzchef.
Der Jurist Frank Nürnberger, Chef der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt, wird Verfassungsschutzchef. © Foto: dpa
dpa / 03.01.2018, 15:00 Uhr - Aktualisiert 03.01.2018, 16:37
Potsdam (dpa) Bei der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt stand der Jurist bereits vor großen Herausforderungen - nun soll der 46-Jährige den Verfassungsschutz leiten.

Der Chef der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt, Frank Nürnberger, soll neuer Leiter des Verfassungsschutzes in Brandenburg werden. Der 46 Jahre alte Jurist würde damit Carlo Weber folgen, der zum Jahresende in den Ruhestand gegangen ist, wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (PNN, Online) über die Personalie berichtet.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) schlug Nürnberger dem Kabinett vor, das in der kommenden Woche abschließend entscheiden soll. Am 1. Februar würde Nürnberger dann sein neues Amt antreten.

"Frank Nürnberger ist einer unserer besten Leute. Er hat sich in allen seinen bisherigen Verwendungen in höchstem Maße bewährt", sagte Schröter. Nürnberger leitete seit 2013 die Ausländerbehörde. "Das ist angesichts der Entwicklung der Lage in den letzten Jahren mit Sicherheit einer der schwersten Jobs, die dieses Land zu vergeben hatte. Diese Aufgabe hat er hervorragend gemeistert und sich damit unter besonders schwierigen Bedingungen hoch bewährt", erklärte Schröter.

Der Verfassungsschutz in Brandenburg verfügt derzeit über rund 100 Mitarbeiter und kümmert sich unter anderem um Rechtsextremismus und Islamismus. Zuletzt war auch immer wieder über eine personelle Aufstockung diskutiert worden. Organisiert ist der Verfassungsschutz im Land als eine Abteilung des Innenministeriums. Derzeit steht er auch im Fokus des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags, der mögliche Versäumnisse bei der Verfolgung der Rechtsterroristen aufdecken soll.

Nürnberger wurde am 23. März 1971 in Kölleda in Thüringen geboren und studierte an der Universität Potsdam Jura. Er arbeitete unter anderem in der Justizverwaltung in Sachsen und in der Straßenbauverwaltung in Brandenburg.

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