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rbb-Reportage
"Winter im Westhavelland"

Filmemacherin und Wahl-Görnerin Svenja Weber porträtiert Menschen im Westhavelland. Die Doku ist am 6. Januar um 18.30 Uhr sowie am 13. Januar um 10.25 Uhr beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu sehen.
Filmemacherin und Wahl-Görnerin Svenja Weber porträtiert Menschen im Westhavelland. Die Doku ist am 6. Januar um 18.30 Uhr sowie am 13. Januar um 10.25 Uhr beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu sehen. © Foto: weber
Simone Weber / 03.01.2018, 15:55 Uhr
Havelland (BRAWO) Im Jahr 2010 haben die Berlinerin Svenja Weber und ihre Familie ein Haus im etwa 140-Einwohner zählenden Görne erworben. "Wir leben hier am Wochenende und in den Ferien", sagt die Wahl-Westhavelländerin, die sich angekommen fühlt. "Hier im Dorf funktioniert die Gemeinschaft noch. Die Görner kommen gleich auf die Neu-Bürger zu und binden sie ein. Zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Förderverein für Kirche und Dorf Görne e.V. habe ich mich für den Förderverein entschieden."

Somit engagiert sich Svenja Weber für die Gestaltung eines aktiven Dorflebens. Alteingesessene fackeln offenbar nicht lange, und gehen auf die Neuen zu. Wie auch beim seit 2012 in Görne lebenden Nebenerwerbsimker Michael Meyer.

Für ihre Veranstaltungen nutzen die Görner das kleine Gemeindehaus, die Festscheune oder die Kirche. Über das Jahr organisiert der Förderverein Konzerte und Lesungen. Höhepunkt ist seit vier Jahren eine große thematische Ausstellung. Im nächsten Jahr wollen die Görner ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten. Thema ist "Flucht und Vertreibung". Nach 1945 kamen viele in Bessarabien und Wolhynien beheimatete Menschen nach Görne. "Viele junge Frauen heirateten einen Bauernsohn und blieben", erzählt Svenja Weber weiter. "Mit Interviews und damaligen Dokumenten wollen wir diese Geschichte Görnes erzählen."

Die Wahl-Görnerin mag die Natur des Westhavellands und ihre Bewohner. Für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) drehte die freie Mitarbeiterin des Senders, gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike Licht, im November eine Dokumentation im Rahmen der samstäglichen Reihe "rbb Reporter". "Der westliche Teil des Havellandes ist ein einzigartiger Naturraum, Platz für seltene Tierarten und ruhesuchende Menschen. Im Sommer kann man hier Vögel beobachten, per Kanu oder Rad unterwegs sein und das mittlerweile große Angebot an Ferienwohnungen nutzen. Doch im Winter ist es hier ruhig. Die Natur ist eine andere und die Bewohner sind unter sich." So wird die Doku auf www.rbb-online.de angekündigt.

Für "Winter im Westhavelland" wurden Menschen in ihrem Alltag begleitet. Dabei seien auch tolle Aufnahmen der Natur und Landschaft entstanden, wie Svenja Weber erklärt. "So gelangen mittels einer Drohne wunderbare Luftaufnahmen der Havellandschaft." Die Reportage begleitet Fischer Wolfgang Schröder auf dem Gülper See, den vom Natur- und vor allem Sternenpark Westhavelland begeisterten Thomas Becker von der Naturparkverwaltung sowie Naturpark-Rangerin Uta Drozdowski, die ursprünglich aus Dresden stammt. Die Doku macht auch einen thematischen Abstecher zu den Havelspinnern ins benachbarte Garz (Sachsen-Anhalt). In Rathenow, im Restaurant "Zum Alten Hafen", schaut das Filmteam dem Chefkoch, Sebastian Crakau, über die Schulter, wie er aus zuvor von Fischer Schröder gefangenen Hechten ein leckeres Gericht zaubert.

Die halbstündige Dokumentation "Winter im Westhavelland" im Rahmen der Reihe "rbb Reporter" wird am 6. Januar um 18.30 Uhr erstmals ausgestrahlt. In einer Wiederholung ist sie am 13. Januar um 10.25 Uhr zu sehen.

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Kristina Becker 13.01.2018 - 01:45:05

Görne. Ein sehr interessanter Ort

Wissen Sie, was sich in diesem kleinen malerischen Idyll namens Görne so abspielt? Nein? Dann lesen Sie doch bitte einmal folgenden Artikel: https://www.google.de/amp/s/www.tag24.de/amp/havelland-kind-ohne-wissen-der-mutter-kristina-becker-in-heim-gesteckt-419755

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