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Instandsetzung der L 29 zwischen Liepe und Oderberg beginnt am 15. Februar mit halbseitiger Sperrung / Ab März ist Strecke komplett gesperrt

Direktverbindung schon bald gekappt

Julia Lehmann / 05.01.2018, 06:50 Uhr
Oderberg (MOZ) Es gibt einen Termin für den Baustart auf der L 29 zwischen Liepe und Oderberg. Am 15. Februar soll mit ersten Arbeiten begonnen werden, teilt Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb Straßenwesen mit. Derzeit läuft die Ausschreibung der Baumaßnahme. Nach Wertung aller Angebote soll es dann aber bald losgehen.

Zunächst sollen unter halbseitiger Sperrung der Straße zwischen dem Abzweig Pimpinellenberg und der Eberswalder Chaussee 23 Bäume gefällt und eine Buswendeschleife eingerichtet werden. Anfang März wird die Landesstraße dann voll gesperrt. Für den Verkehr gibt es dort dann kein Durchkommen mehr. Lediglich einen Notgehweg für Fußgänger wird es geben. Bis zum Jahresende sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Ein aufwendiges Unterfangen: Zur Sicherung soll im Abschnitt Pimpinellenberg bis zur Höhe der Pension "Seeblick" eine Spundwand entlang der Straße gesetzt werden. Daran schließt sich eine Bohrpfahlwand an. Bergseitig wird eine 117 Meter lange Gabionenwand zur Abfangung des Hanges hergestellt. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen müssen auf die Kanalseite verlegt werden. Erst dann wird die Fahrbahn erneuert. Die Ausbaulänge beträgt insgesamt 550 Meter.

Fahrzeuge müssen während der knapp einjährigen Bauphase die Umleitung über Bad Freienwalde, Hohenfinow, Niederfinow und Liepe nutzen. Auch der Busverkehr muss umgeleitet werden. Die Barnimer Busgesellschaft (BBG) hat dafür bereits im Oktober einen veränderten Fahrplan vorgestellt. Auf Lieper Seite soll die angesprochene Wendeschleife für den Bus entstehen. Dort fährt die Linie 916 stündlich nach Eberswalde. Wer nach Oderberg will, Schüler zum Beispiel, fahren mit dieser Linie über Liepe, Niederfinow und Hohenfinow nach Oderberg. Eltern aus Oderberg können ihre Kinder über die Baustelle zum Bus bringen. Oder aber sie setzen sie in den Bus 874 bis nach Bad Freienwalde. Dort fährt die Regionalbahn 60. Außerdem wird eine neue Linie (914) geben, die, angepasst an die Schulzeiten, zwischen Oderberg und Liepe pendelt. Etwa 20 bis 30 Minuten mehr müssen Fahrgäste einplanen.

Die Straße weist erhebliche Tragfähigkeitsschäden auf, begründet der Landesbetrieb das Unterfangen. Der Grund dafür liege im Grundwasser, das gegen die Fahrbahn drückt und dazu führt, das diese nach und nach absackt. Schon seit Monaten ist die Straße deshalb für den Verkehr lastbeschränkt und eine Ampelanlage eingerichtet worden.

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