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Eintracht Frankfurt untersucht NS-Zeit von Ehrenpräsident

Hat derzeit auch mit der Vergangenheit eines Vorgängers zu tun: Eintracht-Präsident Peter Fischer.
Hat derzeit auch mit der Vergangenheit eines Vorgängers zu tun: Eintracht-Präsident Peter Fischer. © Foto: Andreas Arnold/dpa
dpa-infocom / 05.01.2018, 12:15 Uhr - Aktualisiert 05.01.2018, 11:58
Frankfurt/Main (dpa) Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will die Nazi-Vergangenheit seines Ehrenpräsidenten Rudolf Gramlich untersuchen lassen.

«Es wird nach der Mitgliederversammlung Ende Januar eine unabhängige Kommission geben, die die Zeit von Rudi Gramlich aufarbeitet. Der werden wir uns unterwerfen und den Ergebnissen anschließen», sagte Präsident Peter Fischer der «Bild»-Zeitung.

Der 1988 verstorbene Gramlich war von 1955 bis 1970 Präsident der Eintracht. In seine Amtszeit fiel 1959 die bislang einzige deutsche Meisterschaft, die der Verein gewann. Von 1967 bis 1974 war er zudem Vorsitzender des DFB-Bundesliga-Ausschusses. Während des 2. Weltkriegs gehörte der frühere Nationalspieler der Waffen-SS an.

«Wir haben die Eintracht-Zeit zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet wie kein anderer Bundesliga-Club», sagte Fischer. «Aber ehrlich gesagt hat uns die Aufarbeitung im Fall Gramlich aus Rücksicht auf noch lebende Angehörige gehemmt.» So war Gramlichs Sohn Klaus Gramlich von 1983 bis 1988 ebenfalls Präsident der Eintracht.

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