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Fürstenwalder Kulturfabrik startete am Sonnabend ins neue Programm-Jahr, das wieder Vielfalt bieten soll

Kulturfabrik
Auftakt mit drei Vollblutmusikern

Jahresauftakt in der Fürstenwalder Kulturfabrik: Als "Die 3highligen" - gesprochen: die drei Heiligen - gaben André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner (v.l.) am Sonnabendabend ein Konzert, das die Zuhörer begeisterte.
Jahresauftakt in der Fürstenwalder Kulturfabrik: Als "Die 3highligen" - gesprochen: die drei Heiligen - gaben André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner (v.l.) am Sonnabendabend ein Konzert, das die Zuhörer begeisterte. © Foto: Christoph Ulbricht
Uwe Stemmler / 07.01.2018, 20:39 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Der Auftakt konnte nicht besser sein. Am Sonnabendabend gaben die Vollblutmusiker André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner ein Konzert in der Fürstenwalder Kulturfabrik. Etliche mehr oder weniger bekannte Künstler werden im ersten Halbjahr noch folgen.

Immer im Januar touren sie seit 25 Jahren durch (Ost-)Deutschland, nun machten sie erstmals auch in Fürstenwalde Station: André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner. Seit den 1980er-Jahren geben sie Konzerte, meist mit verschiedenen Bands, aber zuletzt auch sehr oft solo. Manche ihrer Lieder sind Ohrwürmer oder bieten Stoff zum Nachdenken. Das Publikum im Musikkeller war begeistert und sparte nicht mit Applaus. Kurzum: Der Auftakt für das Frühjahrsprogramm der Kulturfabrik war gelungen, und macht Lust auf das, was noch kommt.

Allerdings ist das im Moment nur auf der Internetseite oder in der MOZ zu erfahren, denn die Programm-Flyer liegt noch nicht vor. "Ab Mitte Januar wird er ausgeliefert", verspricht Kufa-Geschäftsführer Klaus-Peter Oehler. Als Grund für die Verspätung benannte er die monate-, ja jahrelangen kommunalpolitischen Querelen um das Kulturhaus. Erst Ende 2017 wurde endgültig Einigkeit über die weiter Förderung erreicht. Unklar war bis dahin auch, ob das Museum weiterhin dazu gehört. Letztlich votierten Stadtverordneten mehrheitlich dafür und unterstellten der Kulturfabrik auch noch die Galerie im Alten Rathaus. "So lange das alles nicht klar war, konnten wir den Flyer nicht fertigstellen", so Oehler.

Die Querelen hatten übrigens noch andere Folgen. Gab es 2016 noch 52 Veranstaltungen, waren es 2017 zehn weniger. Und in den Jahr sollte im Museum eigentlich auch die Schneidersche Sammlung mit den historischen Handwerksstuben eröffnet werden. "Das musste zurückgestellt werden", sagt Oehler. Es habe beim Streit um die Förderung ständig Nachfragen gegeben, die Recherchen und die Erarbeitung der Antworten dafür banden Kräfte. "Wir haben nur begrenzt Personal und wollen die Zuschüsse auch nicht verstärkt dafür, sondern für gute Angebote in allen Bereichen nutzen", betont der Geschäftsführer. Auch für dieses Jahr werde die lange Unsicherheit über die Zukunft der Einrichtung noch Nachwirkungen auf das Bühnenprogramm haben, denn das Engagieren hochwertiger Künstler braucht großen Vorlauf.

Dennoch hatte die Kulturfabrik mit ihrem Angebot 2017 wieder beachtliche Resonanz. Insgesamt wurden über 40 000 Besucher gezählt. Wozu alle Bereiche beitrugen, so waren 11 193 im Parkclub, 4764 im Museum, 1562 im Brauereimuseum, 2139 nutzen die Künstlerischen Werkstätten, 2428 die Angebote von "Frauen in der Fabrik", 2820 die des Kinderladens. Und für die 15 420, die Kulturangebote wahrnahmen, war sicher das Open-Air-Jubiläumskonzert mit Keimzeit und dem Filmorchester Babelsberg ein Höhepunkt, den man nicht vergisst.

Und wie geht es in diesem Jahr weiter? Es bliebt beim Konzept "Vielfalt und Kontraste", sagt Oehler. Man wird überregional bekannte Künstler erleben können wie Katja Ebstein (3. Februar), Purple Schulz (17. Februar) und Lilo Wanders (10. März). Aber auch aus der Region kommen viele, wie die Oderhähne (13. Januar), "Die Lehrkörper"- ein Kabarett mit Lehrern des Bernhardinums - und Jan Preuß (6. April), um nur einige zu nennen. Und natürlich werden die Uckermärkischen Bühnen zu Gast sein, mit Ekel Alfred (3. März) und Max und Moritz (zum Kindertag).

Einige Künstler sind erstmals im Musikkeller, zum Beispiel die Band Elaiza. Die drei Frauen traten vor ein paar Jahren beim Eurovision-Songcontest an, eine von ihnen war Lehrerin an die hiesigen Musikschule. Im vergangen Jahr veröffentlichten sie ihr zweites Album und geben am 17. März in der Kufa ein Konzert. Eine Woche später, ab 23. März, bietet die Kulturpädagogin und Kabarettistin Birgit Breuer mit dem Comedian Don Clarke "das Programm "Sex und Sechzig".

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