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Vier Tourleiter und Tilo Winkler sowie seine Tochter Laura Bühn als Koch und Bäckerin sorgten für einen erlebnisreichen Sonntag

500 Teilnehmer ließen sich durch den Stadtwald führen

Großer Andrang beim 25. MOZ-Neujahrswandern: Neben Revierförster René Schmidt führten auch Jochen Nell, Waltraud Planeta und Roland Totzauer Wanderer durch den Wald.
Großer Andrang beim 25. MOZ-Neujahrswandern: Neben Revierförster René Schmidt führten auch Jochen Nell, Waltraud Planeta und Roland Totzauer Wanderer durch den Wald. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 08.01.2018, 06:20 Uhr - Aktualisiert 08.01.2018, 09:30
Frankfurt (Oder) (MOZ) Traditionen verlieren auch nicht nach 25 Jahren an Anziehungskraft. Das zeigte sich bei der Neujahrs-Jubiläumswanderung mit der MOZ im Frankfurter Stadtwald. Mehr als 500 Menschen pilgerten nach Rosengarten, um mit den vier Wanderleitern die Umgebung zu erkunden. Zum Jubiläum dieser Wanderung hatte die MOZ die beliebten Button zum Anstecken nicht in Blau, wie üblich, sondern in Gold herstellen lassen.

Ein wenig Sorge hatte Wanderleiter Jochen Nell wegen der matschigen Wege. Zum Glück regnete es bei Temperaturen um 3 Grad nicht. Mit Wanderführer Roland Totzauer ging es zum ehemaligen Munitionsbunker, den viele nicht kannten. Revierförster René Schmidt ließ sich eher treiben: "Wir schauen mal, wo es hingeht." Angst sich zu verlaufen, braucht man unter seiner Anleitung natürlich nicht zu haben, schließlich kennt kaum einer den Wald so gut wie er. Manche Erklärungen zur Natur im Wald musste er den Mit-Wanderern geben. Dass Wandern sie auch so fit hält, wie Waltraud Planeta, hofften wohl diejenigen, die sich ihrer Gruppe anschlossen. Ihre 80 Jahre merkte man der Wanderleiterin auch nicht bei der Neujahrswanderung an.

Gut vorbereitet zeigte sich Tilo Winkler, der quasi der Chefkoch im Wald ist. Mit Erbsensuppe oder Grillwurst erfreute er die Wanderer. Nach etwa einer Stunde trafen die ersten Wanderer bei Wupis Imbiss ein. Viele wärmten sich mit einem Glühwein, den die MOZ spendierte, am Feuer. Gemütlich hinsetzen konnte man sich in der Scheune, in der Tilo Winklers Tochter Laura Bühn ein Kuchenbuffet vorbereitet hatte. "Fünf Stunden hat es gedauert, die Kuchen zu backen", erzählt sie.

Auch wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, kommt beim Neujahrswandern vorbei, wie Brigitte Herrmann aus Rosengarten. "Es ist eine tolle Tradition", freut sie sich. Als Fördermitglied des Wildparks liegt ihr der Stadtwald besonders am Herzen. Früher sei sie gern mit gewandert, dabei sein will sie jedoch immer noch. Ramona Kozak hindert eine Krankheit am ausgedehnten Wandern. Damit sie das Neujahrswandern trotzdem nicht verpasst, ist sie mit dem Fahrrad aus Neuberesinchen gekommen. Damit hat sie im Wald schlechte Karten, lässt sich den Spaß jedoch nicht verderben. Den Stress des vergangenen Jahres wollte auch das Gastronomen-Ehepaar Franco und Nora Kaiser hinter sich lassen. Mit Sohn Hugo wurde ordentlich frische Luft getankt. "Schön, dass auch nach 25 Jahren so viele Menschen beim Neujahrswandern dabei sind", freut sich der bekannte Frankfurter Koch.

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Roland Totzauer 08.01.2018 - 11:33:32

Kein "ehemaliger Munitionsbunker"

Achtung, im Artikel steckt leider ein kleiner, aber nicht unbedeutender Fehler: Der Munitionsbunker im Frankfurter Stadtwald ist kein "ehemaliger Munitionsbunker", sondern er ist heute noch immer ein Munitionsbunker! Heute ist der Brandenburgische Kampfmittelberäumungsdienst (KMBD) Nutzer dieser Anlage, die vor 1945 erbaut wurde. Dort lagert der KMBD heute z.B. gefundene Altmunition. Ich schlage vor, dass die MOZ jetzt mal Kontakt aufnimmt mit dem jetzigen Bunker-Betreiber, um sich diesen Bunker erklären und zeigen zu lassen. Ich war 1995 nach dem Abzug der Roten Armee in den leeren und offenstehenden Bunkern. Später baute der KMBD einen Zaun ums Objekt und wurde aktueller Hausherr.

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