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Öko-Filmtour
Auf Spurensuche im ländlichen Raum

Unterirdisches Kommunikationsnetzwerk des deutschen Waldes
Unterirdisches Kommunikationsnetzwerk des deutschen Waldes © Foto: ZDF und Peter Thompson; colourfi
Stephanie Lubasch / 08.01.2018, 21:57 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Entwicklung des ländlichen Raumes und die Perspektiven der Landwirtschaft unter dem Motto des Themenjahres 2018 - "Brandenburg in Europa - Europa in Brandenburg": Das sind die Schwerpunkte des 13. Festivals des Umwelt- und Naturfilms, "Ökofilmtour 2018", das am Mittwoch in Potsdam eröffnet wird. "Die in diesem Jahr ausgewählten Filme", erklärte sein Schirmherr, Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger, vorab, "führen uns in die ländlichen Räume, wo sie Entwicklungsbedingungen nachspüren und nach Perspektiven für eine gute Zukunft fragen." Aufgegriffen würden dazu aktuelle Fragen zum Tierwohl, zu Artenverlust, Methoden der modernen Landwirtschaft, dem Wandel des Charakters unserer Landschaften, aber auch zu unseren Konsumgewohnheiten und Lebensstilen.

Die Festivaltournee, die am 16. Januar traditionell vom Präsidenten der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Barnim), Wilhelm-Günther Vahrson, eröffnet wird, führt in diesem Jahr bis zum 18. April wieder in mehr als 60 Orte. Etwa 200 ehrenamtliche Mitveranstalter werden dort aus dem Programm der nominierten 40 Fernseh- und Kinofilme und 15 Kurzfilme eine Auswahl treffen - auch für Kinder- und Jugendliche in vielen Festivalorten. Zu den Filmen wird es Gesprächsrunden geben mit Filmemachern, Politikern sowie Experten des Umwelt- und Naturschutzes.

Außerhalb des Wettbewerbes werden ein Porträt über Heinz Sielmanns Lebenswerk und Vermächtnis, das anlässlich seines 100. Geburtstages 2017 entstand, und der Film "Die ermüdete Wahrheit" von 1992 über den Wissenschaftsjournalisten, Filmemacher und Schriftsteller Horst Stern gezeigt.

Im Zentrum des Bürgerinteresses steht das Wissen über die Folgen des umstrittenen Glyphosats und anderer Pestizide. Unterstützt wird diese Diskussion mit einer Wanderausstellung "Irrtum Pestizide", die bereits zum Auftakt der Ökofilmtour im Foyer des Filmmuseums Potsdam zu sehen ist und dann das Festival von Ort zu Ort begleiten wird. Filme zu Themen wie Insektensterben und die Folgen für das fortgesetzte Artensterben entlang der Nahrungskette sowie die Entscheidung von Jungbauern für den Ökologischen Landbau werden von vielen beeindruckenden Naturfilmen umrahmt.

Die 153 Einreichungen für das Festival stammten aus Deutschland, Österreich, USA, Luxemburg, Frankreich, Belgien, Ukraine und der Schweiz. Ein besonderer Anreiz für die große Teilnahme am Wettbewerb waren wieder vier Preise, die mit 5000Euro dotiert sind. Die Heinz Sielmann Stiftung sponsert den Kinder- und Jugend-Filmpreis und die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde den Zukunftsfilmpreis. Die Stiftung NaturSchutzFonds hat den Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm und die Stadt Potsdam den Preis für die beste künstlerische Leistung dotiert. Die Preisverleihung findet am 18. April im Hans Otto Theater Potsdam (Reithalle) statt.

Eröffnung der Ökofilmtour: Mittwoch, 19 Uhr, Filmmuseum Potsdam; www.oekofilmtour.de

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