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Rück- und Ausblick beim Jahresauftakt in der Schau-Molkerei Biesenthal

Naturpark Barnim feiert Jubiläum

Pläne für Hobrechtsfelde: In einer Gaststätte in der unteren Etage des historischen Speichers sollen die Besucher schon im Sommer eine Tasse Kaffee trinken können. Der Bauantrag ist bereits genehmigt
Pläne für Hobrechtsfelde: In einer Gaststätte in der unteren Etage des historischen Speichers sollen die Besucher schon im Sommer eine Tasse Kaffee trinken können. Der Bauantrag ist bereits genehmigt © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 10.01.2018, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Viele Partner, Freunde und Förderer des Naturparks Barnim haben sich am Montagabend in Biesenthal zum Auftakt 2018 - dem Jubiläumsjahr - getroffen.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Petra Bierwirth, zog in der Schau-Molkerei der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal eine positive Bilanz des Vorjahres. Durch Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wandlitz sei es beispielsweise gelungen, eine alte Trafostation vor dem Abriss zu retten und zu einem Fledermausquartier auszubauen. Mit einem geringen Aufwand an Material, Zeit und finanziellen Mitteln wurde der Turm an der Warthestraße inzwischen auch zu einer Heimstatt für verschiedene Vogelarten, so Bierwirth.

Für dieses Jahr kündigte die Fördervereinsvorsitzende die Sanierung des Trichters im historischen Speicher Hobrechtsfelde an. In der unteren Etage soll eine Gaststätte entstehen, rund 177 000 Euro sind dafür vorgesehen. Der Bauantrag sei bereits genehmigt. Da in dem historischen Gebäude keine Küche eingerichtet werden kann, ist die Aufstellung eines Gastro-Containers geplant. Dafür habe man Lotto-Mittel in Höhe von 60 000 Euro beantragt, so Bierwirth. Nach ihren Angaben wurde die Ausschreibung für einen Betreiber bis Mitte Januar verlängert. "Im Sommer sollen die Besucher dort schon ihren Kaffee trinken können", zeigte sich die Vereinsvorsitzende optimistisch.

Peter Gärtner blickte zunächst ebenfalls auf 2017 zurück. Der Leiter des Naturparks erinnerte an den Aufruf des Kuratorium an die Städte, Gemeinden und Landkreise zum nachhaltigen Bodenschutz. "In einigen Ortsbeiräten wird das Thema bereits diskutiert", freute sich Gärtner. Die Diskussion werde man als Kuratorium auch weiterhin begleiten.

Viel Arbeit hatten auch die Mitarbeiter der Naturwacht. Sie leisteten rund 8500 Stunden, kümmerten sich um die Fließgewässerrenaturierung, biotopverbessernde Maßnahmen und um verschiedene Umweltbildungsangebote.

Besonders wertvolle Gebiete im Naturpark konnten mit Hilfe des Vertragsnaturschutzes erhalten werden. Dafür seien rund 30 000 Euro an Unternehmen und Privatpersonen geflossen, so Gärtner. Eine Fläche von 54 Hektar war betroffen. Als weitere erfolgreiche Projekte nannte der Naturparkleiter unter anderem die Renaturierung der Römerwiesen bei Borgsdorf (Oberhavel), die Pflege des "Löwenzahnweges" an den Schönerlinder Teichen sowie das ZENAPA-Projekt. Dort möchte der Naturpark die Gemeinden zwischen Bernau, Eberswalde und Oranienburg dabei unterstützen, energetische Quartierskonzepte zu erstellen. "Auch das Dohlenkästen-Projekt in Kirchen ist gut angekommen", betonte Gärtner.

In diesem Jahr soll der Wettbewerb "Naturparkprojekt des Jahres" - er fand erstmals 2017 statt - fortgesetzt werden. Auch die Fördermittel-Aquise für das Mustergut Hobrechtsfelde wird die Naturparkverwaltung und den Förderverein weiter beschäftigen. In der Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Berlin - fünf Prozent der Fläche liegt auf dem Territorium der Hauptstadt - steht der Abschluss einer Vereinbarung an.

Vorgesehen sind ferner Klimaschutz-Veranstaltungen an Grundschulen, ein Projekt "Spielräume" für 5. bis 11. Klassen, es wird die 3. Barnimer Reiser-Börse geben und am 23. September das Naturparkfest in Kooperation mit dem Barnim Panorama Wandlitz.

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