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2016 wurde ein Gewinn von 2,4 Millionen Euro erwirtschaftet / Mehr Patienten behandelt als 2015

Gesunde Zahlen im Krankenhaus

Hell erleuchtet: Die Geschäftszahlen im städtischen Krankenhaus sind positiv.
Hell erleuchtet: Die Geschäftszahlen im städtischen Krankenhaus sind positiv. © Foto: Bernd Geller
Stefan Lötsch / 10.01.2018, 19:14 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH hat auch das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich mit einem Überschuss von rund 2,4 Millionen Euro abgeschlossen. Entsprechende Zahlen wurden jüngst im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auch 2017 wird positiv abschließen.

Die städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn von rund 2,4 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Rückgang von rund 582000 Euro, sagt Till Frohne Geschäftsführer des Krankenhauses. Ein Grund für den Rückgang ist, dass die Flüchtlingszahlen gesunken sind. Im Krankenhaus werden nicht nur die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung behandelt, wenn sie krank sind. Vielmehr werden auch die Erstuntersuchungen der Asylsuchenden durchgeführt, wo ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist. So lag die Zahl der Erstuntersuchungen 2016 bei 8506. 2015 wurde allerdings ein Spitzenwert von 14322 registriert.

Derweil sind die Umsatzzahlen des Unternehmens gestiegen. Till Frohne verweist darauf, dass 2016 mehr Patienten behandelt wurden als 2015. Die sogenannten Fallzahlen sind um 325 gestiegen. Andererseits sank der Schweregrad der Behandlungen. Rein betriebswirtschaftlich bedeutet das: Das Krankenhaus erhält eine verringerte Vergütung. Dass trotzdem ein Plus im Umsatz zu verzeichnen ist, liegt daran, dass der sogenannte Fallwert, also die Referenzgröße nach der die Vergütung berechnet wird, um 2,7 Prozent gestiegen ist.

Laut Geschäftsbericht war 2016 vor allem die Klinik für Geriatrie, die Geburtshilfe und die Klinik für Kinderheilkunde sehr gut ausgelastet. Bei der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie war 2016 ein Rückgang zu verzeichnen. "Auch in 2017 hatten wir einen deutlichen Leistungseinbruch", erklärt der Geschäftsführer. Grund dafür ist, dass Ende 2016 eine Station wegen hohen Krankenstandes geschlossen werden musste. Der Bedarf an den Behandlungsbetten ist allerdings da.Mit Blick auf das vergangene Jahr spricht Till Frohne davon, dass vor allem im Chirurgischen Zentrum mit der Unfallchirurgie ein deutlicher Zuwachs der Fallzahlen zu verzeichnen ist. Auch mit Blick auf die Tageskliniken spricht der Geschäftsführer für 2017 von einer sehr guten Auslastung, "nicht nur in Eisenhüttenstadt sondern auch in Guben."

Gestiegen sind in 2016 die Personalkosten, um rund 870000 Euro auf 25,2 Millionen Euro. Begründet ist dies in der Tarifsteigerung.

Die Personalstärke am Krankenhaus liegt derzeit über dem Soll, sagt Till Frohne, auch wenn immer wieder ein extrem hoher Krankenstand zu verzeichnen sei. Derzeit werde unter anderem ein neuer Chefarzt für die Frauenheilkunde gesucht. Der bisherige Stelleninhaber hört auf. Die anderen Chefarzt-Posten sind besetzt. Gesucht werden unter anderem auch Fachärzte für die Psychiatrie.

Derweil engagiert sich das Krankenhaus nicht zuletzt aus eigenem Interesse in der Ausbildung. Eine von zwei Klassen, nämlich 21 Schüler, an der Schule für Gesundheitsberufe wird allein von Auszubildenden des Krankenhauses belegt, die am 1. Oktober begonnen haben. Till Frohne spricht von einer attraktiven Ausbildungsvergütung, die dem Pflegenachwuchs gezahlt werde.

Dass sich das Krankenhaus gut entwickelt, zeigt sich nicht nur an dem guten Jahresergebnis, sondern auch an anderen Kennziffern. Die Investitionsquote lag 2016 bei 11,4 Prozent, die Abschreibungsquote bei 3,5 Prozent. Etwas vereinfacht gesprochen: Das Krankenhaus lebt nicht von der Substanz, es wird mehr Neues geschaffen als dass Bestehendes "verbraucht" wird. Allerdings gibt Till Frohne zu, dass dieser sehr gute Wert der Tatsache geschuldet sei, dass 2016 mit Fördermitteln des Landes die neu Isolierstation gebaut wurde. Der Gewinn aus 2016 des Krankenhauses wird wieder reinvestiert.

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