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Filterkessel für neues Wasserwerk in Oderberg werden übers offene Dach eingebaut / Anlage soll noch in diesem Jahr ihren Probelauf starten

Montagearbeiten
Zu groß und zu breit für die Tür

Passten nicht durch die Tür: die großen Filterkessel. Die Behälter, die sich kaum vom weißen Porenbeton des Mauerwerks abheben, wurden per Kran ins Haus befördert.
Passten nicht durch die Tür: die großen Filterkessel. Die Behälter, die sich kaum vom weißen Porenbeton des Mauerwerks abheben, wurden per Kran ins Haus befördert. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 11.01.2018, 06:00 Uhr
Oderberg (MOZ) Es ist der Albtraum eines jeden Fotografen: weißes Motiv vor weiß-grauer Kulisse. Und der eigentlich spannendste Moment schon vorbei. Selbst die Mitarbeiter des ZWA schienen überrascht. Auch bei ihrer Ankunft war bereits fast alles erledigt. Am Mittwoch waren in einer morgendlichen Nebelaktion die Filterkessel für das neue Wasserwerk am Bardin geliefert und von oben in den Rohbau eingehoben worden.

Ein Kran hatte, trotz beengter Verhältnisse vor Ort, die Montage mühelos bewerkstelligt. Und zur Frühstückspause standen die riesigen Tanks schon an der korrekten Position im Haus. Silvia Posselt, im Wasserverband ZWA für Investitionen zuständig, und Ronny Seeger, Leiter Trinkwasser, nickten zufrieden. Ruckzuck, schneller als geplant war der exakt geplante Einbau über die Bühne gegangen. "Mittags kommt nur noch ein kleiner Druckkessel", erklärte Seeger.

Trotz Nebels und wolkenverhangenem Himmel - der Unterschied zum alten Wasserwerk ist augenscheinlich. Nebenan stehen die blauen Kessel draußen, es sind nur zwei. Im neuen Wasserwerk übernehmen drei Kessel drinnen die Aufgabe des Filterns. "Sie bleiben nicht weiß, sie erhalten noch einen Anstrich. In Blau", fügte Seeger hinzu. Als Korrosionsschutz. Die riesigen, 4,4 Tonnen schweren Tanks mit einem Fassungsvermögen von 18 700 Litern werden zudem noch gefüllt: mit sogenanntem Filterkies. Aufgabe der Kessel ist es nämlich, dem Rohwasser Eisen und Mangan zu entziehen, so der Fachmann. Dazu müsse dem Wasser Luftsauerstoff zugeführt werden, um die Prozesse in Gang zu setzen.

Doch zunächst einmal müsse die bauliche Hülle geschlossen werden. "Die Tanks sind drin, jetzt kann das Dach drauf", beschrieb Posselt den nächsten Schritt. Es folgen Elektroinstallation, Fenster- und Türeinbau.Parallel laufen bereits die Vorbereitungen zur Erschließung eines neuen Rohwasserbrunnens. Die Fachleute sprechen vom Abteufen. Ende des Jahres soll das neue Werk seinen Probebetrieb aufnehmen, so Seeger.

Konzipiert ist das neue Wasserwerk mit einer Förderkapazität von 90 Kubikmetern je Stunde. Etwas weniger zwar als in der alten Anlage. Aber immer noch ausreichend für den aktuellen Bedarf in Oderberg und Umgebung, inclusive einer Reserve. Das neue Werk löst das benachbarte alte am Standort ab, das als technisch und baulich verschlissen gilt. Eine Ertüchtigung war wirtschaftlich nicht sinnvoll. Weshalb sich ZWA und Verbandsversammlung für einen Ersatzneubau entschieden. Die Anlage versorgt 4600 Kunden.

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