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Biesenthaler Ausschüsse besuchten drei Kinder-Einrichtungen, um Anregungen zu erhalten

Soziales
Kriterien für gelungenen Kita-Neubau

FOSCHROEDER / 12.01.2018, 06:30 Uhr
Biesenthal (MOZ) Mitglieder des Biesenthaler Sozial- und des Bauausschusses sowie Mitarbeiter der Amtsverwaltung haben drei Kitas im Barnim besucht, um Anregungen für den Bau einer eigenen Kindereinrichtung zu bekommen. An der Kirschallee/Ecke Weprajetzky-Weg soll bis Anfang des Jahres 2020 eine Kindertagesstätte mit 60 Plätzen errichtet werden. Als Betreiber ist ein freier Träger vorgesehen. Das Vergabeverfahren hierfür läuft.

Nicht die pädagogischen Konzepte, sondern die Fragen nach günstigsten baulichen Voraussetzungen für den Betrieb einer Kindereinrichtung standen im Mittelpunkt der Exkursion. Das 2012 fertig gestellte "Wichtelhaus" in Chorin mit 52 Plätzen, die 2007 eröffnete "Kita Spatzennest" in Finowfurt für 103 Kinder und die Kita "Eichhörnchen" in Zerpenschleuse, die 2011 eröffnet wurde und 66 Plätze aufweist, standen auf der Besucherliste. Das Entgegenkommen der drei Kitas fand große Anerkennung bei den Gästen, die viele Anregungen mit nach Biesenthal nehmen konnten.

Die grundlegende Erkenntnis, dass eine gemeinsame Planung mit dem Träger - ob kommunal oder frei - eine der wichtigsten Voraussetzungen für den späteren Erfolg einer Kita ist, sehen die Biesenthaler Ausschussmitglieder einmal mehr bestätigt, so Lena Bonsiepen (Linke), Vorsitzende des Sozialausschusses.

Als sachkundige Einwohnerin stellte Christina Wendt zahlreiche Kriterien vor, die während der Besuche der drei Kitas zusammengetragen wurden. Zu klären sei beispielsweise die Grundsatzfrage, ob das Essen in den Gruppenräumen eingenommen werden soll oder ein extra Speiseraum eingerichtet wird. Als vorteilhaft habe sich herausgestellt, wenn es in Gruppenräumen, in denen gegessen wird, auch eine Kinderküche gibt.

Wichtig für die alltägliche Arbeit sei der Schallschutz in den Räumen. Als gut und praktisch hätten sich große Schiebetüren erwiesen. Sie ermöglichen es, das aus einzelnen Zimmern größere Räume geschaffen werden können. Andererseits fangen sie im geschlossenen Zustand den Schall ab. Ein solches Raumkonzept bewähre sich zum Beispiel bei einem Personalausfall. Genauso wichtig wie der Schallschutz sei das Raumklima für die Aufenthaltsqualität in dem Neubau. Vergleichsweise hohe Räume, große Fenster sowie eventuell auch Oberlichter, die viel Tageslicht in die Räume lassen, unterstützen dies. Sichtfenster im oberen und unteren Bereich der Türen seien empfehlenswert. Auch große überdachte Terrassen eigneten sich bei gutem Wetter für den Mittagsschlaf.

Nachteilig für die Beaufsichtigung der Kinder sei es, wenn sich der nutzbare Außenbereich um das Gebäude herumziehe. Kurze Wege - vom Gruppenraum oder der Garderobe in den Außenbereich - seien zu begrüßen. Dies gelte auch für ein Kinder-WC, dass von außen betreten werden kann.

Als vorteilhaft wird ein extra Raum, beispielsweise für Fördermaßnahmen, angesehen. Oftmals fehlten in den Gruppenräumen Abstellkammern.

Sofern Teile des Neubaus auch bei öffentlichen Veranstaltungen genutzt werden sollen, sei es sinnvoll, einen separaten Eingang vorzusehen, durch den der Kita-Bereich nicht betreten werden kann.

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