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Von Doppelstadt bis Tempo 80 auf der A12: OB-Kandidat Markus Derling (CDU) stellt Schwerpunkte seines Wahlprogramms vor

OB-Kandidat
Marktplatz zwischen Ost und West

Das Wahlprogramm steht: Markus Derling am Freitag in der CDU-Kreisgeschäftsstelle
Das Wahlprogramm steht: Markus Derling am Freitag in der CDU-Kreisgeschäftsstelle © Foto: Michael Benk
Thomas Gutke / 12.01.2018, 19:41 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Preiswerte Baugrundstücke, eine Entlastung bei den Gewerbesteuern, Lärmschutz für Güldendorf: CDU-Kandidat Markus Derling geht mit klaren Positionen in den Oberbürgermeisterwahlkampf. Am Freitag stellte er sein Programm vor.

"Für ein Frankfurt, in dem wir gut und sicher leben" - lautet ein Slogan der OB-Wahl-Kampagne von Markus Derling. Damit knüpft die Frankfurter CDU an den Kernsatz der Union zur letzten Bundestagswahl an. Von den Plakaten hatte damals Angela Merkel gelächelt und "ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" versprochen.

Markus Derling formuliert nun den gleichen Anspruch für seine Kandidatur. "Ich möchte, dass Frankfurt als ein idealer Lebensort in Brandenburg empfunden wird", unterstrich der 53-Jährige am Freitag. Die Stadt, für die er seit 2002 "mit Herz und Leidenschaft" arbeite, müsse sich künftig stärker auf eigene Stärken besinnen, statt ständig Schwächen zu beklagen. "Frankfurt ist einzigartig, als europäische Doppelstadt, als Stadt mit der internationalsten Universität in Deutschland, mit der Oder als naturbelassensten Strom in Europa." Er plädiere für ein neues Selbstbewusstsein. Frankfurt könne stolz sein auf das Erreichte. Auf die Sanierung ganzer Stadtviertel. Den Stadtumbau. Den Erhalt historischer Bauten. Die Sicherung des Kulturangebots. Oder die Kreisfreiheit. Frankfurt sei auch keine Alternative zu Berlin, sonderen "wir profitieren von der Hauptstadt".

Auf die aus seiner Sicht gute Ausgangslage wolle er als OB aufbauen. An erster Stelle seines Programms steht der Ausbau der Zusammenarbeit mit Slubice. Dort, wo möglich, sollen Bereiche wie Infrastruktur oder Wohnen grenzüberschreitend angepackt werden. Seine Vision sei es, "dass wir über die deutsch-polnische Zusammenarbeit ein Marktplatz zwischen Ost und West werden. Gemeinsam sind wir erfolgreicher."

Derling will sich in Potsdam dafür einsetzen, dass die Universität weiter wächst. "Sie braucht weitere Institute, sie braucht zusätzliche Fakultäten, sie braucht studentischen Wohnraum".

Ein weiteres Anliegen sei für ihn, "dass wir den Eigenheimbau fördern". Dazu möchte er städtische Fläche in infrastrukturell gut angebundenen Gebieten zu günstigen Konditionen für junge Familien bereitstellen. Die Sanierung der bestehenden Wohnungen wolle er dabei nicht vernachlässigen. "Jeder Mensch hat eine gute Wohnung verdient."

Auch als OB werde er "um unsere Innenstadt kämpfen". Das Frankfurter Zentrum müsse weiter baulich verdichtet werden. Mit einem Hotel und Wohnungen in der Bischofstraße. Mit dem Lückenschluss in der Slubicer Straße. Und - sobald das Rathaus saniert sei - auch mit Bauprojekten am Brunnenplatz.

Im Wahlprogramm verspricht Derling eine moderne, bürgernahe Verwaltung, kostenloses WLAN in der Innenstadt und eine verlässlichere Förderung für die Sportvereine. Diskussionen über neue Kulturstrukturen hält er für "abwegig". Um Frankfurter Unternehmen zu stärken, will er den Gewerbesteuersatz senken und Firmengründer effektiver unterstützen. Er spricht sich für eine neue weiterführende Schule in freier oder kirchlicher Trägerschaft aus, will die Mittel für Ordnung und Sauberkeit verdoppeln und sich in Potsdam für eine stärkere Polizeipräsenz in der Grenzregion sowie die Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen stark machen. Auch für die Ortsteile hat Derling Ziele formuliert, darunter ein neues Feuerwehrhaus für Rosengarten, einen Discounter in Markendorf sowie Tempo 80 auf der A12, um die Güldendorfer besser vor Lärm zu schützen.

Er selbst aber auch seine CDU-Kollegen sind überzeugt: "Markus - Der(ling) kann das" (so lautet ein weiterer Slogan der Wahlkampagne). Markus Derling sagt über das Amt: "Ein Oberbürgermeister muss Mannschaftskapitän sein, Verantwortung übernehmen, ehrlich kommunizieren und klar entscheiden."

Mehr zu diesem Thema: www.moz.de/obwahl

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