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Neujahrsempfang
Lob, Auszeichnungen und spitze Worte in der Ofen-Stadt-Halle

Machen Velten lebenswerter: Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Bianca Rippchen (Zweite von links) und Frank Rauchfuß (Zweiter von rechts) geehrt. Für den verhinderten Hans Kalitzky nahm dessen Imkerfreund Bernd Schulz die Auszeichnung entgegen.
Machen Velten lebenswerter: Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Bianca Rippchen (Zweite von links) und Frank Rauchfuß (Zweiter von rechts) geehrt. Für den verhinderten Hans Kalitzky nahm dessen Imkerfreund Bernd Schulz die Auszeichnung entgegen. © Foto: HGA/Roland Becker
Roland Becker / 12.01.2018, 22:09 Uhr - Aktualisiert 15.01.2018, 11:55
Velten (HGA) Von einem besonderen Dank an alle Veltener, die sich ehrenamtlich engagieren, war der Neujahrsempfang der Ofenstadt am Freitagabend in der Ofen-Stadt-Halle geprägt. Stellvertretend für alle wurden drei Ehrenamtler ausgezeichnet: Frank Rauchfuß vom SC Oberhavel Velten, Bianca Rippchen vom Verein Atlantis und Hans Kalitzky vom Veltener Imkerverein.

Die von Stadtverordnetenvorsteher Hans-Jörg Pötsch (CDU)mit dem Ehrenamtspreis Ausgezeichneten verbindet das Bestreben, in der Freizeit nicht nur einem Hobby nachzugehen, sondern damit einen Beitrag für eine lebenswertere Stadt zu leisten - sei es beim Umweltschutz, in der Flüchtlingsintegration oder bei der Organisation sportlicher Veranstaltungen. "Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Darum gibt es keinen besseren Ort, als hier und heute von Herzen Danke zu sagen", so Minuten zuvor Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD).

Vielleicht trotz oder gerade wegen des parlamentarischen Streits um eine weitere Stelle für die Freiwillige Feuerwehr, hob Pötsch deren Verdienste besonders hervor: "Verantwortung zu übernehmen: Natürlich denke ich da zuerst an unsere Feuerwehr, die 2017 deutlich an ihre Leistungsgrenzen gestoßen ist." Auch Hübner, die sich gegen eine weitere unbefristete Stelle gesträubt hatte, lobte die Wehr: "Sturm, Wasser und Feuer haben 2017 alles von den Kameradinnen und Kameraden abverlangt."

Auf Einladung von Bürgermeisterin Ines Hübner und Stadtverordnetenvorsteher Hans-Jörg Pötsch kamen rund 250 Gäste in Veltens Ofen-Stadt-Halle zum Neujahrsempfang, der am 12. Januar 2018 gefeiert wurde.
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Neujahrsempfang in der Veltener Ofen-Stadt-Halle am 12. Januar 2018

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Beide Redner bezogen sich - mal klar, mal indirekter - auch auf den Riss, der durchs Stadtparlament geht. "Wählerauftrag heißt, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen. Dazu brauchen wir ein handlungsfähiges, aber auch handlungswilliges Stadtparlament", mahnte Pötsch an. Seit Ende 2017 verweigern Pro Velten und die daraus hervorgegangenen Fraktionen Aktiv für Velten und Lebenswerte Ofenstadt die Mitarbeit in den Ausschüssen und Aufsichtsräten.

"Ich möchte in einer Stadt leben, in der wir Probleme konstruktiv angehen, Lösungen gemeinsam anpacken. Miteinander, nicht nebeneinander - und schon gar nicht gegeneinander", beschrieb die Bürgermeisterin ihre Vorstellung davon, Veltens Zukunft zu gestalten. Sie scheute sich dabei allerdings nicht, wiederum das Thema aufs Trapez zu bringen, das als Auslöser für Veltens politischen Zwist gilt: den Supermarkt im Stadtzentrum. "In diesem Jahr werden wir mit den Planungen zum Umbau des Marktplatzes starten." Wenn diese Arbeiten 2019 beginnen, stehen sie im Zusammenhang "mit einem zusätzlichen Magneten, ohne den wir das Leben nicht wieder in unsere Mitte bekommen", so Hübner. Magnet steht in diesem Fall für Supermarkt. Dieses Wort nahm sie allerdings nicht in den Mund.

Nicht allen Gästen werden solche Worte gefallen haben. Dafür gab's einen Trost: Sowohl vom Jugendkammerorchester der Kreismusikschule gebotene Klänge - von Klassik bis Rock - als auch das Buffet sorgten für zufriedene Gesichter.

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