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48 Schüler müssen in den Probeunterricht

VIOLA PETERSSON / 15.03.2010, 18:51 Uhr
Eberswalde () Die wilden Jahre sind vorbei. Als "völlig undramatisch" bezeichnet Brigitte Reuscher, Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Eberswalde, den Übergang von der 6. zur 7. Klasse für das Schuljahr 2010/11. Alle weiterführenden Schulen im Kreis hätten Bestand. Niemand müsse mehr zittern, sagt sie. Und: "Die Kapazität dieser Schulen reicht aus, um den Bedarf zu decken." Einzige Ausnahme sei der gymnasiale Bereich im Niederbarnim. Dort übersteige die Nachfrage das Angebot zum Teil erheblich.

Nachdem alle Sechsklässler ihre Bewerbungen abgegeben haben, zeichne sich in puncto Schulform folgendes Bild für den Landkreis ab: 139 Erstwünsche gingen für die Gesamtschule (13,3 Prozent) ein. Die Oberschule kommt auf 436 Erstwünsche (41,8 Prozent). Am meisten nachgefragt ist das Gymnasium mit 468 Erstwünschen (44,9 Prozent). Mit dieser Gymnasiumsquote liege man aber noch weit unter dem Landesdurchschnitt (über 50 Prozent), stellt Brigitte Reuscher fest, gleichzeitig darauf verweisend, dass die Statistik nur Anmeldungen für staatliche Schulen berücksichtigt.

Von jenen Mädchen und Jungen, die sich für ein Gymnasium entschieden haben, erfüllen allerdings 48 nicht die Voraussetzungen. Entweder können sie nicht die Bildungsgangempfehlung "Allgemeine Hochschulreife" vorweisen oder die Leistungen reichen nicht aus (Notensumme in Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache größer als sieben). Folglich müssen sie in den Probeunterricht. Dieser Test, eine Art zweite Chance, findet am Freitag und Sonnabend, 19./20. März, statt. Austragungsorte sind das Gymnasium Finow, das Paulus-Praetorius-Gymnasium sowie das Barnim-Gymnasium (beide Bernau).

Aus der Zahl der Erstwünsche ergibt sich, dass sieben Schulen ein Auswahlverfahren einleiten müssen, da die Nachfrage größer ist als die Kapazität. Dazu gehören die Gesamtschule Zepernick, die Oberschule Finowfurt, die Tobias-Seiler-Oberschule Bernau, die Goethe-Oberschule Eberswalde, das Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau, das Humboldt-Gymnasium Eberswalde sowie das Gymnasium Wandlitz. Am größten sind die Diskrepanzen am Humboldt-Gymnasium in Eberswalde, wo 94 Anmeldungen 54 Plätzen gegenüber stehen, und am Bernauer Praetorius-Gymnasium, das bei 108 Plätzen auf 156 Anmeldungen kommt.

Brigitte Reuscher räumt ein, dass die Situation an den Gymnasien im Niederbarnim aufgrund der "Überhänge" insgesamt schwierig ist. Über mögliche Lösungen will sie aber derzeit öffentlich nicht nachdenken. "Jetzt warten wir erst mal den Probeunterricht ab. Und dann schauen wir nach den Zweitwünschen." Ungeachtet aktueller Konflikte hier und da versichert die Kreisschulrätin: "Jeder, der die Kriterien fürs Abitur erfüllt, wird es auch ablegen können."

Im Eberswalder Raum fällt aus ihrer Sicht positiv aus, dass die Karl-Sellheim-Schule in Westend die Anmeldezahlen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln konnte. Ende Mai erfahren die Eltern, an welcher weiterführenden Schule ihr Kind angenommen ist.

Anmeldezahlen nach Erstwünschen:

- Gesamtschule Zepernick: 139 Anmeldungen (112 Plätze)

- Europa-Schule Werneuchen: 49 Anmeldungen (48 Plätze)

- Oberschule Am Rollberg Bernau: 34 Anmeldungen (63 Plätze)

- Tobias-Seiler-Oberschule Bernau: 99 Anmeldungen (63 Plätze)

- Oberschule Klosterfelde:

36 Anmeldungen (50 Plätze)

- Oberschule Schwanebeck: 31 Anmeldungen (56 Plätze)

- Praetorius-Gymnasium: 156 Wünsche (108 Plätze)

- Barnim-Gymnasium: 78 Anmeldungen (81 Plätze)

- Gymnasium Wandlitz: 95 Anmeldungen (81 Plätze)

Anmeldezahlen der Sechsklässler im Oberbarnim (nach Erstwünschen):

Oberschule Finowfurt: 49 Bewerbungen (Kapazität 46 Plätze)

Johann-Wolfgang-von Goethe-Oberschule Eberswalde: 88 Bewerbungen (75 Plätze)

Karl-Sellheim-Schule Eberswalde: 50 Bewerbungen (92 Plätze)

Gymnasium Finow: 45 Bewerbungen (81 Plätze)

Humboldt-Gymnasium Eberswalde: 94 Anmeldungen (54 Plätze)

Die wilden Jahre sind vorbei. Als "völlig undramatisch" bezeichnet Brigitte Reuscher, Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Eberswalde, den Übergang von der 6. zur 7. Klasse für das Schuljahr 2010/11. Alle weiterführenden Schulen im Kreis haben Bestand. Niemand müsse mehr zittern. Und: "Die Kapazität dieser Schulen reicht aus, um den Bedarf zu decken." Einzige Ausnahme sei die Situation im gymnasialen Bereich im Niederbarnim. Dort übersteigt die Nachfrage das Angebot zum Teil erheblich.

Nachdem alle Sechsklässler ihre Bewerbungen abgegeben haben, zeichne sich in puncto Schulform folgendes Bild für den Kreis ab: 139 Erstwünsche gingen für die Gesamtschule (13,3 Prozent) ein. Die Oberschule kommt auf 436 Erstwünsche (41,8 Prozent). Am meisten nachgefragt ist das Gymnasium mit 468 Erstwünschen (44,9 Prozent). Mit dieser Gymnasiumsquote liege man aber noch weit unter dem Landesdurchschnitt (über 50 Prozent), so Reuscher, gleichzeitig darauf verweisend, dass die Statistik nur Anmeldungen für staatliche Schulen berücksichtigt.

Von jenen Mädchen und Jungen, die sich für ein Gymnasium entschieden haben, erfüllen allerdings 48 nicht die Voraussetzungen. Entweder können sie nicht die Bildungsgangempfehlung "Allgemeine Hochschulreife" vorweisen oder die Leistungen reichen nicht aus (Notensumme in Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache größer als sieben). Folglich müssen sie in den Probeunterricht. Dieser Test, eine Art zweite Chance, findet am Freitag und Sonnabend, 19./20. März, statt. Austragungsorte sind das Gymnasium Finow, das Paulus-Praetorius-Gymnasium sowie das Barnim-Gymnasium (beide Bernau).

Aus der Zahl der Erstwünsche ergebe sich, dass sieben Häuser ein Auswahlverfahren einleiten müssen, da die Nachfrage größer ist als die Kapazität. Dazu gehören: Gesamtschule Zepernick, Oberschule Finowfurt, Tobias-Seiler-Oberschule Bernau, Goethe-Oberschule Eberswalde, Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Eberswalde sowie Gymnasium Wandlitz. Am größten ist die Diskrepanz am "Humboldt" (54 Plätze, 94 Anmeldungen) sowie am "Praetorius" (108 Plätze, 156 Anmeldungen). Reuscher räumt ein, dass die Situation an den Gymnasien im Niederbarnim aufgrund der "Überhänge" insgesamt schwierig ist. Über mögliche Lösungen will sie aber derzeit öffentlich nicht nachdenken. "Jetzt warten wir erst mal den Probeunterricht ab. Und dann schauen wir nach den Zweitwünschen." Ungeachtet aktueller Konflikte hier und da versichert Reuscher: "Jeder, der die Kriterien fürs Abitur erfüllt, wird es auch ablegen können."

Im Eberswalder Raum falle aus ihrer Sicht positiv aus, dass die Karl-Sellheim-Schule in Westend die Anmeldezahlen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln konnte. Ende Mai erfahren die Eltern, an welcher Schule ihr Kind angenommen ist.

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