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Probefahrt
Autotest Citroën C3

Mut zum Design: Citroën C3
Mut zum Design: Citroën C3 © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 15.01.2018, 10:30 Uhr - Aktualisiert 02.03.2018, 13:13
Berlin (MOZ)

Motor

Drei Benziner (Dreizylinder) und zwei Diesel (Vierzylinder) stehen zur Wahl. Das ergibt eine Leistungspalette von 68 PS bis 110 PS. Citroën verzichtet dabei übrigens, was gewöhnungsbedürftig ist, komplett auf Sechs-Gang-Handschaltgetriebe. Nur für den stärksten Benziner gibt es eine Sechs-Gang-Automatik. Sonst müssen fünf Gänge reichen, was zumindest auf der Autobahn etwas nerven kann. Ansonsten ist der größere Diesel, der aus 1,6 Litern Hubraum 99 PS und 254 Newtonmeter maximales Drehmoment holt, eine ordentliche Motorisierung. Man kommt bei kultivierter Geräuschentwicklung ordentlich vom Fleck und in 11,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Maximal sind 185 km/h möglich.

Karosserie/Ausstattung

Citroën hat sich zum Glück trotz der engen technischen Verwandtschaft zu Peugeot und nun ja auch zu Opel entschlossen, im Design wieder eigene Wege zu gehen. Und Wert auf das Besondere zu legen. Was auch heißt: Ein Citroën polarisiert im Aussehen. Der C3 ist dafür ein typisches Beispiel. Der hat die vom C4 Cactus bekannten sogenannten Airbumps vererbt bekommen, die mit Luftkapseln gefüllten Kunststoffpolster, die vor Parkremplern schützen sollen. Aber nicht nur die machen das 3,99 Meter kurze Gefährt zu einem Hingucker. Wobei gilt: Entweder findet man das toll – oder lehnt es total ab. Citroën hat es definitiv geschafft, der gepflegten Langeweile in dieser Klasse etwas entgegenzusetzen. Auch innen folgt ein guter Auftritt, stringent gezeichnet, mit Touchscreen zu Bedienung (etwas einarbeitungsbedürftig) und etwa auch Ledertürgriffen. Platz ist für ein Auto dieser Größe genug da. Auch 300 Liter Kofferraum sind ordentlich, allerdings ist die Ladekante hoch. Die Basisausstattung überrascht, weil neben sechs Airbags und Fensterhebern vorn auch Müdigkeits- und Spurassistent an Bord sind, Klima- und Audioanlage (übrigens auch die Airbumps) jedoch nicht. Musik und kühle Luft kosten als Paket 1190 Euro zusätzlich. Eine Ausstattung höher sind die Airbumps für 300 Euro zu haben.

Fahrverhalten

Nein, so plüschig-komfortabel, wie man das von einem Franzosen erwartet (und zu den wenig Seitenhalt bietenden Sitzen passen würde), ist der C3 lange nicht. Flott gefahrene Kurven sind für den Fronttriebler kein Problem. Unebenheiten aller Art werden trotzdem zuverlässig von den Insassen ferngehalten.

Wirtschaftlichkeit

Ab 12.090 Euro steht der C3 in der Liste, da allerdings hat man nur 68 Benzin-PS und eine karge Ausstattung. Der große Diesel (mit mehr Ausstattung) kostet dann bereits mindestens 18.740 Euro. Die offiziellen 3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer (95 g/km CO2) sind eher schwierig zu erreichen, fünf Liter aber sind realistisch.

Fazit

Wer in der Vier-Meter-Klasse Mut zum Design hat, ist bei Citroën C3 genau richtig. Und das für viel weniger Geld als bei den sonst bekannten Designmarken. Die billige Basis allerdings sollte man sich schenken. Hajo Zenker

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