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Axel-Titzki-Stiftung stellt ihr Anliegen vor / Nachträglicher Eintrag in das Golde Buch der Stadt

Förderpreis
Ein "Axel" für junge Musiktalente

Stefan Lötsch / 19.01.2018, 19:51 Uhr - Aktualisiert 20.01.2018, 09:35
Eisenhüttenstadt (MOZ) Alle zwei Jahre wird künftig die Axel-Titzki-Stiftung den Förderpreis "Axel" an junge Musik-Talente vergeben. Am ersten Todestag des Eisenhüttenstädter Musikers wurde der Stiftungszweck bei einer Gala-Veranstaltung vorgestellt.

Die Axel-Titzki-Stiftung wird künftig alle zwei Jahre den Förderpreis "Axel" an junge Musik-Talente vergeben. Auf einer Gala zum Todestag des Musikers wurden die Ziele der Stiftung vorgestellt.
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Die meisten der Gäste werden Axel Titzki lebhaft vor Augen gehabt haben, als Andrea Titzki, seine Ehefrau, von dem Musiker sprach, der immer voller Ideen und Kreativität war. Der mit seinen Visionen viele motivieren konnte, Großes auf die Beine stellte, "der mit Ehrgeiz, Überzeugung, mit Fleiß und Freundlichkeit munter durch die Stadt lief, und nicht aufgab, bevor nicht alles da war, was gebraucht wurde", wie Andrea Titzki sagte. So wurde es zum Beispiel möglich, dass im Sommer vor voller Freilichtbühne das Schneemann-Musical "Snowy" zur Aufführung kam.

Dass diese Quelle von Ideen und Engagement nicht versiegt, sondern auch in Zukunft weiter sprudelt, die Arbeit fortgesetzt wird, hatten Andrea Titzki und Frank Eckert, ein enger Freund von Axel, unabhängig voneinander die Idee, eine Stiftung zu gründen. Am Donnerstag, am ersten Todestag des Musikers und Texters, wurde bei einer Gala vorgestellt, was damit künftig unterstützt werden soll. "Die Stiftung soll fortsetzten, nicht ersetzen", betonte Andrea Titzki.

So sollen junge Musiker unterstützt werden. "Jungen Künstlern eine Bühne zu schaffen, die Möglichkeit zu geben, ihre Talente zu zeigen, haben wir uns auf die Fahne geschrieben", sagte Andrea Titzki, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist. Vielleicht erinnern die Musiker sich dann daran, wenn sie in die Welt hinausgehen, wo ihr Grundstein gelegt wurde.

So wird künftig alle zwei Jahre der Förderpreis "Axel" vergeben, dotiert mit einem Preisgeld von 500 Euro und einer Skulptur, auf der Klaviertasten zu sehen sind, eine davon ist heruntergedrückt. Teilnehmen können junge Musiker im Alter bis zu 21 Jahren aus Frankfurt und dem Landkreis Oder-Spree. Voraussetzung ist, das betonte Frank Eckert, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, dass die Musik selbst geschrieben ist und auch vom Komponisten auf der Bühne vorgetragen wird. Bei der Musikrichtung wird keine Vorgabe gemacht, sie kann von den Talenten frei gewählt werden.

Der Bewerbungsschluss für die erste Runde ist der 28. Februar. Im März und April ist eine Auswahlrunde vorgesehen, im September folgt das Halbfinale. Finale und die erste Vergabe des "Axel" wird dann im März des kommenden Jahres sein. Andrea Titzki warb dafür, dieses Vorhaben weiterzutragen, junge Musiker zu ermuntern, teilzunehmen. Die Jury wird kompetent besetzt sein, versprach die Vorstandsvorsitzende. "Wir werden dafür sorgen, dass die richtigen Leute da sitzen werden." Alexandra Groß, Vorstands- und Gründungsmitglied sowie Schwester von Andrea Titzki, kündigte an, dass auch schon international Kontakt zu Musikern geknüpft wurde. So sind Workshops mit anderen Initiativen und Auftrittsmöglichkeiten geplant.

Und noch eine zweite Stiftungszweck gibt es, die Unterstützung der Krebsforschung. Dazu wird es am 30. Juni ein jährliches Event geben, bei dem verschiedene Musiker auftreten werden, kündigte Frank Eckert an.

Dass es viele Unterstützer der Stiftung gibt war nicht nur an der Zahl der Gäste zu sehen, die zur Gala gekommen waren: Freunde, Snowy-Mitspieler, Musikerkollegen. Ronny Gander, der erst sehr spät mit Axel Titzki näher Kontakt hatte, wie er bedauernd feststellt, hatte anlässlich seines runden Geburtstages um Spenden gebeten. An diesem Abend überreichte er 850 Euro für die Stiftung.

An Axel Titzki wurde noch besonders gedacht. Postum wurde er ins Goldene Buch der Stadt aufgenommen. "Wir möchten damit zeigen, dass wir Axel Titzki als Stadt viel zu verdanken haben; er hat Enormes für die Kultur und die Gesellschaft unserer Stadt geleistet, nicht zuletzt durch das langjährige, traditionelle Weihnachtsmusical "Snowys", erklärte Bürgermeister Frank Balzer.

Weitere Infos gibt es unter www.axel-titzki-stiftung.de.

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