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FSV Union Fürstenwalde II gewinnt Hallen-Fußballturnier in Erkner dank der Punkte aus der Vorrunde vor Berlin City Futsal

Hallenfußball
Sieger trotz eines 0:0 im Endspiel

Abgeschirmt: Alexander Schadow (Germania Schöneiche) behauptet den Ball gegen Emre Demir (City Futsal)
Abgeschirmt: Alexander Schadow (Germania Schöneiche) behauptet den Ball gegen Emre Demir (City Futsal) © Foto: Andreas Hoffmann
Kai Beißer / 22.01.2018, 05:35 Uhr
Erkner (MOZ) Der FSV Union Fürstenwalde II hat das Hallen-Fußballturnier um den Pokal der Wohnungsgesellschaft Erkner gewonnen. Im Fianle reichte den Spreestädtern aufgrund des interessanten, aber nicht ganz unkomplizierten Turniermodus' ein 0:0 gegen das Team von City Futsal Berlin.

Er war in der Tat das am meisten diskutierte Thema am Freitagabend in der Stadthalle am Bahnhof: der etwas andere Modus, den Sven Milz für die neunte Auflage des WGE-Cups ersonnen hatte. "Natürlich ist es ein Experiment", sagte der Vereinsvorsitzende des gastgebenden FV Erkner. "Wichtigstes Anliegen war, dass jede Mannschaft fünf Spiele bestreitet, andererseits jede Partie bis zum Schluss Einfluss auf die Platzierung nehmen kann, es also bis zum Ende spannend bleibt." Ganz ging das Konzept nicht auf, weil das Modell einfach schwer zu vermitteln und zu verstehen war. So wussten die Mannschaften oft nicht, wer wann ihr nächster Gegner war, nicht nur den gut 130 zahlenden Zuschauern ging der Überblick über den aktuellen Turnierstand verloren. "Gewöhnungsbedürftig" war die am häufigsten genutzte Vokabel, den Versuch war es aber allemal wert.

Ausgerechnet die erste Mannschaft des FV Erkner fiel dem Modus zum Opfer: Nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen den Landesliga-Rivalen Germania Schöneiche und einem 2:0 über den Berliner B-Kreisligisten Askania Coepenick reichte es aufgrund der Tordifferenz nur zu Rang 4 in der Vorrundengruppe hinter dem FSV Union II sowie den jeweils punktgleichen Schöneichern und Berliner City-Futsalern, so dass für die Gastgeber maximal noch Platz 3 möglich war. Den sicherte immerhin sicherte sich die Mannschaft dank sieben Zählern aus den restlichen drei Partien, während zum Beispiel die Germania lediglich noch einen Punkt holte, so nur Neunter und damit Vorletzter wurde. René Kanow nahm es gelassen: "Wir sind erst am Donnerstag in die Vorbereitung eingestiegen. Zweimal in der Woche haben wir die Möglichkeit, die Halle im Strausberger SEP zu nutzen", berichtete der Trainer.

Direkt vor den Schöneichern landete die VSG Rahnsdorf, ebenfalls aus der Kreisliga B Berlin, mit der laustärksten Fangemeinde und einigen Spielern mit Erkneraner Vergangenheit in seinen Reihen.

Entsprechend dem Reglement konnte es ein einziges Spiel zweimal geben, nämlich im Finale, und so kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der Fürstenwalder mit dem City-FutsalTeam. Beim 2:0 in der Vorrunde waren die Emotionen hochgekocht, die Akteure teilweise aneinander geraten. Im Endspiel neutralisierten sich dann die Physis der Regionalliga-Reserve und die technische Überlegenheit der Hallen-Spezialisten. Max Noppe rettete mit einer tollen Parade gegen Mason Billerbeck das torlose Remis und dem FSV Union II den Turniersieg, rechtfertigte ganz nebenbei seine Auszeichnung als bester Schlussmann. "Noch schöner finde ich es, wenn der Torwart offensiv mitspielen, also auch über die Mittellinie darf. Da fallen noch mehr Tore", sagte der 22-Jährige, der in Winterpause nach dreieinhalb Jahren von Preußen Beeskow zurückgekehrt war.

Während die Fürstenwalder immerhin einmal pro Woche in der Edis-Halle in der Hegelstraße trainieren, nutzten die Hauptstädter das Erkneraner Turnier bereits als Vorbereitung auf die im März beginnende Saison der Futsal-Regionalliga Nordost, in die sie als Berliner Meister aufgestieggen sind. Der Verein war 2011 als Zusammenschluss etlicher Fußball-Kumpels unter dem Namen Arsenal Berlin entstanden, ist auch der durch die Rechtsabteilung des FC Arsenal in London erzwungene Umbenennung stetig gewachsen "und ziemlich erfolgreich", sagt Roman Kassarnig, der einst für den 1. FC Allstars Wiener Neustadt in der österreichischen Futsal-Bundesliga spielte. Dann verschlug es ihn beruflich nach Deutschland, als Trainer führte er jetzt die Berliner in die höchste Liga. "Der größte Unterschied ist der Ball, der kleiner und weicher ist, weniger springt", erläuterte Kassarnig, warum seine Mannschaft in Erkner nicht von Beginn an dominiert hatte. Die Spieler von City Futsal kicken übrigens draußen unter anderem bei der SG Großziethen und dem RSV Eintracht, beim TSV Rudow und dem BFC Preußen sowie beim FC Rot-Weiß Neuenhagen.

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