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Rosneft-Aufsichtsratschef Gerhard Schröder besucht PCK

Michael Dietrich / 22.01.2018, 14:59 Uhr - Aktualisiert 22.01.2018, 19:36
Schwedt (MOZ) Altkanzler Gerhard Schröder hat am Montag als neuer Aufsichtsratschef des russischen Ölkonzerns Rosneft zusammen mit Vorstand Igor Setschin die PCK Raffinerie besucht. Das Werk gehört Rosneft zu 54 Prozent. In Schwedt will Rosneft in den nächsten Jahren 400 Millionen Euro investieren.

Altkanzler Gerhard Schröder hat am Montag als neuer Aufsichtsratschef des russischen Mineralölkonzerns Rosneft an der Seite von Vorstand Igor Setschin die Raffinerie PCK in Schwedt besucht, die zu 54 Prozent Rosneft gehört. In Anwesenheit der beiden wurde ein Vertrag von Rosneft Deutschland mit der deutschen Firma Bitumina geschlossen. Damit startet Rosneft die eigene Vermarktung seiner Produkte in Deutschland. Schröder und Setschin besuchten die neue zentrale Messwarte der PCK und trafen sich zum Geschäftsessen mit regionalen Politikern.
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Rosneft-Besuch im PCK

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Es war ein Antrittsbesuch. Das erste Mal, nachdem Rosneft die Mehrheit an der deutschen Raffinerie PCK in Schwedt (Uckermark) übernahm, und kurz nach der Wahl von Altkanzler Gerhard Schröder zum Aufsichtsratschef des staatlichen russischen Mineralölkonzerns besuchte Gerhard Schröder an der Seite des Vorstandsvorsitzenden Igor Setschin eines der Flaggschiffe von Rosneft in Deutschland. „PCK ist eine der modernsten Raffinerien, die es in Europa gibt, mit einer erstklassigen Verfügbarkeit und ebenso erstklassigen betriebswirtschaftlichen Ergebnissen, wie ich mich kundig machen konnte“, sagte Schröder.

Der Aufsichtsratschef besichtigte gemeinsam mit Igor Setschin und Ex-Ministerpräsident  Matthias Platzeck vom Deutsch-Russischen Forum die Messwarte des Werkes, „eine der modernsten und schicksten Messwarten, die ich je gesehen habe“, sagte Igor Setschin. 2012 bei seinem ersten Besuch im Werk gab es die noch nicht.

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Schröder besucht PCK Raffinerie

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Schröder und Setschin kamen anschließend auch mit Mitarbeitern und Politikern der Region ins Gespräch und waren zugegen, als Rosneft Deutschland einen ersten Vertrag zur eigenen Vermarktung seiner Produkte unterschrieb. Der Kontrakt mit der deutschen Firma Bitumina regelt die Lieferung und Veredlung von Bitumen.

Erstmals konkretisierte Rosneft seine Pläne für die nächsten Jahre in Deutschland. Im Sommer zur Eröffnung seiner Deutschland-Zentrale in Berlin hatte Rosneft angekündigt, 600 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren in Deutschland zu investieren. Brian Chesterman, Chef von Rosneft Deutschland, erklärte nunmehr, dass etwa zwei Drittel davon, also 400 Millionen Euro, auf PCK Schwedt entfallen sollen. Investiert werden sollen diese in das operative Geschäft, in Modernisierungen und neue Anlagen zur höheren Entschwefelung, zur Steigerung der Ausbeute und Energieeffizienz. Schröder bezeichnete diese Nachricht als einen guten Erfolg für das Schwedter Unternehmen und für ganz Brandenburg. Mit seinen Investitionen sichere Rosneft Arbeitsplätze, was für die Region sehr wichtig sei, erklärte der Altkanzler. Auf seine neue Aufgabe bei Rosneft angesprochen, sagte er: „Als Aufsichtsrat gibt man Rat und hält Aufsicht, nicht mehr und nicht weniger.“

PCK hat 1200 Mitarbeiter und verarbeitet im Jahr 11,6 Millionen Tonnen Rohöl vor allem aus der Ölpipeline Drushba aus Russland.

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