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Nach fast 28 Jahren verabschiedet sich Hennigsdorfs Bürgermeister mit einem Tag des offenen Rathauses

Bürgermeister-Abschied
Die letzten Tage der Ära Andreas Schulz

Brandenburgs dienstältester Bürgermeister: Andreas Schulz verabschiedet sich nach 28 Jahren aus dem Hennigsdorfer Rathaus.
Brandenburgs dienstältester Bürgermeister: Andreas Schulz verabschiedet sich nach 28 Jahren aus dem Hennigsdorfer Rathaus. © Foto: HGA/Roland Becker
Roland Becker / 23.01.2018, 06:58 Uhr
Hennigsdorf (HGA) Zwar gibt es im Innenministerium dazu keine offizielle Statistik: Doch wenn Hennigsdorf Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) am 2. Februar nach 28 Jahren sein Amt verlässt, dürfte sich damit Brandenburgs dienstältestes Stadtoberhaupt verabschieden.

"Wir haben Altes beseitigt, jetzt muss gestaltet werden", erinnert sich der SPD-Politiker an die ersten Wochen als Bürgermeister zurück. Als er am 31. Mai 1990 - damals noch vom Stadtparlament - in einem Wahl-Krimi gewählt wurde, machten es ihm die Abgeordneten nicht leicht. Erst nach dem dritten Wahlgang wurde er per Losentscheid zum Bürgermeister gekürt. Am Tag darauf radelte er zum Rathaus. "Ich hatte damals noch keine Fahrerlaubnis", erinnert sich der Bürgermeister in seinem letzten großen Interview dieser Zeitung gegenüber an die Anfangszeit. In jenen Tagen gab es die DDR noch, es wurde mit deren Mark gezahlt, und niemand wusste, wie die Zukunft aussehen wird. "Es galt damals zu sehen, wer bleiben will, wer bleiben kann", erinnert sich Schulz an den Aufbau der demokratisch geführten Stadtverwaltung. Als glücklich wertet er rückblickend die Entscheidung, viele Quereinsteiger aus der Region in die Verwaltung geholt zu haben. Sein Erfolgsrezept sehe er unter anderem darin, dass "ich als studierter Ingenieur jemand bin, der analysiert, sortiert und organisiert".

Während Schulz die Hennigsdorfer im vorigen Frühjahr damit überraschte, keine fünfte Amtszeit anzustreben, hatte er sich schon seit der Bürgermeisterwahl 2009 darüber Gedanken gemacht. Zu seinen größten Erfolgen zählt er den Bau des Stadtzentrums, die wiederhergestellten Verkehrsverbindungen nach Berlin und den Erhalt der beiden großen Werke, die die Stadt immer geprägt haben.

Zur Verabschiedung lädt Schulz für den 2. Februar alle Hennigsdorfer ins Rathaus ein. Über seine berufliche Zukunft wird er - wie im Interview - auch an diesem Tag nicht sprechen, sondern in den Urlaub fahren.

Die Amtsgeschäfte übernimmt am 3. Februar Thomas Günther (SPD).

Das vollständige Interview lesen Sie heute in der gedruckten Ausgabe des Generalanzeigers und im ePaper (www.moz.de/epaper).

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