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Vernissage der Kunstfreunde Erkner in Grünheide

Ausstellung
Malerei, Skulptur und Fotografie im Rathaus

Klaus Riedel (links) und Roland Jäger bereiten die  Ausstellung im Grünheider Rathaus vor. Das  Aquarell der St.-Bonifatius-Kirche in Erkner (rechts) stammt von Roland Jäger. Die Fotografie "Ausgebüxt" vom Kolonistenfest schuf Karin Kunkel.
Klaus Riedel (links) und Roland Jäger bereiten die Ausstellung im Grünheider Rathaus vor. Das Aquarell der St.-Bonifatius-Kirche in Erkner (rechts) stammt von Roland Jäger. Die Fotografie "Ausgebüxt" vom Kolonistenfest schuf Karin Kunkel. © Foto: MOZ
Manja Wilde / 23.01.2018, 07:08 Uhr
Grünheide (MOZ) Ein Blick in die Friedrichstraße, ein vollbesetztes Café Bechsteins, die St.-Bonifatius-Kirche im Sonnenlicht - wer Erkner kunstvoll in Szene gesetzt sehen möchte, kann sich ab sofort ins Grünheider Rathaus begeben. Die Kunstfreunde Erkner wollen dort heute Abend ihre neue Ausstellung eröffnen. "Meine Stadt", heißt sie. Am Montagvormittag trudelten nach und nach einige der 28 Kunstfreunde ein, um ihre Werke in den Fluren des Verwaltungsbaus zu platzieren.

Roland Jäger hat zum Beispiel die Ansicht der katholischen St.- Bonifatius-Kirche mitgebracht. "Normalerweise mache ich nur Aquarelle", sagt der 79-jährige Hobbymaler, der sein Geld einst als Gebrauchsgrafiker verdiente. Mit dem Kirchenbild scheint er sich noch nicht so richtig angefreundet zu haben. "Es war auch erst ein Aquarell", sagt er. Es gefiel ihm nicht recht. Wegschmeißen wollte er es nicht. Er trug etwas Pastellfarbe auf. "Vielleicht hätte ich es lassen sollen", sagt Jäger selbstkritisch. Zuletzt griff er zu einem Korrektur-Stift und setzte weiße Akzente. "Jetzt sieht es sehr effektvoll aus, was ich sonst nicht so mag", merkt er an. Zur neuen Ausstellung durfte das Bild dennoch mit.

Grafiken, Plastiken, Fotografien, Gemälde - das Spektrum der Arbeiten ist breit. "Wir sind eine gemischte Truppe. Die meisten von uns sind Laien. Es malt oder fotografiert auch nicht jeder", sagt Sigrid Riedel. Die 74-Jährige leitete einst die Realschule Erkner und ist heute die Vorsitzende des vor 25 Jahren gegründeten Vereins. Erstmals stellen die Kunstfreunde in Grünheide aus. "Ich habe mich gefreut, als die Anfrage kam", sagt Sigrid Riedel.

Rolf-Dieter Schiller und Karlheinz Sturtzel befestigen gerade Ansichten der Löcknitz im Herbst und Winter an den Galerieschnüren. Auch die überschwemmten Wiesen bei Hohenbinde, die Astrid Ristau zu Papier brachte, haben dort schon einen Platz gefunden. Patrick Dietze, eines der jüngeren Mitglieder, will im Laufe des Tages noch Holz-Skulpturen vorbeibringen. Jutta Kelp, die sonst als Blumenspezialistin des Vereins gilt, hat die Ansicht der Friedrichstraße beigesteuert. Und von Karin Kunkel stammt die Fotografie "Ausgebüxt", die eine Kostümhose, wie sie beim Kolonistenfest getragen wird, auf der Wäscheleine zeigt. Und wer wissen will, was am Kreisel stand, bevor das Café Bechsteins dort entstand, kann sich den von Roland Jäger verewigten Wäscheladen, im Volksmund "Schlüpperbude" genannt, ansehen.

Die Vernissage der Kunstfreunde Erkner findet heute, 18 Uhr, im Grünheider Rathaus statt.

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