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82 Vorschläge sind im Eberswalder Zoo eingegangen / Idee stammt von Familie aus Finowfurt

Serval-Mädchen bekommt Namen "Jala"

Herzen erobert: Dieses verspielte Serval-Mädchen trägt ab sofort den Namen "Jala". Vorgeschlagen haben ihn Jalin (mit Feder), Bruder Tim und Vater Sam Lehsten (im Hintergrund)
Herzen erobert: Dieses verspielte Serval-Mädchen trägt ab sofort den Namen "Jala". Vorgeschlagen haben ihn Jalin (mit Feder), Bruder Tim und Vater Sam Lehsten (im Hintergrund) © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 26.01.2018, 21:03 Uhr
Eberswalde (MOZ) Etwas über vier Monate ist das kleine Serval-Mädchen aus dem Eberswalder Zoo nun alt - seit Donnerstag hat es auch endlich einen Namen. Der Zoo hatte seine Besucher wieder um Vorschläge für seinen neuesten Zuchterfolg gebeten. 82 Ideen sind in den vergangenen Wochen eingegangen. Am allermeisten überzeugt hat der Name "Jala" - aus dem Afrikanischen für "Die Glänzende" oder "die Besondere". Zur offiziellen Namensgebung waren die Ideengeber in den Zoo eingeladen worden.

Jalin (9) und Tim Lehsten (10) aus Finowfurt haben den Namen gemeinsam mit ihren Eltern recherchiert. Dabei hat die Herkunft der kleinen Raubkatze kräftig inspiriert. Die mittelgroße, wilde Katze mit dem ockerfarbenen Fell und schwarzen Flecken ist eigentlich in vielen Ländern Afrikas beheimatet. Mit ihren langen Beinen können Servale sehr gut springen. Sie befinden sich auf der Roten Liste gefährdeter Arten, weshalb die Nachzucht einen Erfolg darstellt.

Wie das bei Taufen im Eberswalder Zoo üblich ist, bekommen die Tiere immer ein paar Tropfen Sekt auf den Kopf. Jala allerdings bleibt verschont. Das Jungtier ist beim Besuch der Familie Lehsten viel zu nervös, um brav auf dem Arm von Tierpfleger Uwe Fanke zu sitzen. Sie darf sich dafür im Büro von Zoodirektor Bernd Hensch umsehen. Die Kinder bespaßen die Katze mit einer Pfauenfeder. Als Dankeschön verschenkt der Zoo wieder eine Jahreskarte an die Familie. "Dann könnt ihr kommen, wann ihr wollt", sagte Bernd Hensch. Regelmäßige Zoobesuche gehören für die Familie Lehsten dazu. "Wir kommen sicher so vier bis fünf Mal im Jahr", sagt Vater Sam Lehsten. Jalin und Tim können in der Zwischenzeit gar nicht genug vom Spiel mit Jala bekommen. Ab und an faucht sie selbstbewusst in die Kamera des Fotografen.

Das Tier musste nach zwei Wochen von seiner Mutter getrennt werden, weil diese einen übersteigerten Pflegetrieb an den Tag legte. Das unerfahrene Muttertier hatte die kleine Jala schon nach kurzer Zeit wund geleckt. Eine bedrohliche Situation. Die Zoomitarbeiter griffen ein und Jala wuchs bei Pfleger Uwe Fanke auf. Inzwischen lebt sie wieder im Zoo. Schon bald aber soll sie an eine Einrichtung in Österreich abgegeben werden, erzählt Bernd Hensch. Der Eberswalder Zoo hat noch drei weitere Servale, ein Männchen und zwei Weibchen. Jala ist die bereits 27. Nachzucht im Zoo.

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