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Jahresversammlung
Feuerwehr fordert mehr Unterstützung

Die Kameraden der Linumer Feuerwehr.
Die Kameraden der Linumer Feuerwehr. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 05.02.2018, 08:01 Uhr
Fehrbellin/Linum (MOZ) Deutlich mehr Unterstützung für die Freiwillige Feuerwehr fordert die Gemeinde Fehrbellin von Bund und Land. Eine kleine Gemeinde könne allein nicht die Finanzierung stemmen, damit die ehrenamtlichen Einsatzkräfte allen Anforderungen gerecht werden.

Das betonte Ordnungsamtsleiter Peter Wolski bei der Jahresdienstversammlung der Linumer Feuerwehr. Die dortige Einheit wird unter anderem immer dann gerufen, wenn es auf der Autobahn24 zu Unfällen, Bränden oder anderen Schadenslagen kommt. Im Jahr 2017 war das 18 Mal der Fall. Der schwere Unfall, bei dem ein Lkw Salpetersäure verloren hat, ereignete sich nur wenige Kilometer vom Zuständigkeitsbereich der Fehrbelliner Gemeinde entfernt, bei den Nachbarn im Amt Temnitz. "Man muss sich nur einmal eine Stunde an der Autobahn stellen und schauen, welcher Verkehr in beiden Richtungen durch die Gemeinde läuft: Schwerlasttransporte, Reisebusse, Gefahrgutfahrzeuge und der normale Pkw-Verkehr", so Wolski. Größere und schwerere Einsätze, bei denen es darum geht, Menschenleben zu retten und Schäden zu verhindern, seien zu keiner Zeit ausgeschlossen. Wenn die Gemeinde gut 40 Kilometer Bundesautobahn zur Absicherung zugewiesen bekommt, "müssen hier auch Mittel zur Verfügung gestellt werden", forderte Wolski.

Unter der Voraussetzung, dass die Gemeindevertretung dem Haushalt 2018 zustimmt, sind für die 13 Feuerwehreinheiten der Gemeinde mit 490 Mitgliedern, davon 273Aktive, rund 900000Euro eingeplant - vor allem um Technik und Schutzausrüstung zu erneuern. Schon 2017 waren dafür mehr als eine Million Euro locker gemacht worden. "Fehrbellin ist aber nicht in der Lage, jedes Jahr ein neues Fahrzeug zu kaufen. Hier sind wir auf Unterstützung von Bund und Land angewiesen", so Wolski.

Von den insgesamt 25 Einsatzwagen steht der älteste Wagen mit Baujahr 1976 in Altfriesack. "Der hat noch nicht einmal Sicherheitsgurte", sagt Wolski. Deutlich jünger ist mit Baujahr 1991 der Vorausrüstwagen der Linumer Einheit. Allerdings habe dieser Wagen, der auch auf der Autobahn zum Einsatz kommt, bei der letzten Sicherheitsüberprüfung nur eine Bewertung von "bedingt einsatzfähig" erhalten. Im Fall der Dechtower Einheit ist das dortige Fahrzeug mit Hilfe der Linumer im vergangen Jahr geschweißt, repariert und wieder einsatzfähig gemacht worden.

Aber nicht nur bei der Technik wird der Ruf nach mehr Unterstützung lauter. Über die Einführung einer Feuerwehrrente werde seit Jahren ohne Ergebnis diskutiert. Ebenso war nach einem tragischen Unfall auf der A2 im September 2017, bei dem zwei Feuerwehrmänner verunglückten, eine Absicherung für Hinterbliebene in Aussicht gestellt worden. "Leider hat sich nach meinem Kenntnisstand hier noch nichts verändert", so Wolski. Wenn es um ihre Interessen ginge, würden Ministerien und Politik deutlich schneller handeln. (Kommentar; Seite 2)

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