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Uwe Wähner sieht Ziel der Poller-Lösung in Großer Straße erreicht / Straßenverkehrsamt sei nur Prüforgan

Pollerproblem
Weniger Durchgangsverkehr in der Großen Straße

Prüft Verkehrssicherheit: Uwe Wähner
Prüft Verkehrssicherheit: Uwe Wähner © Foto: MOZ/Gerd Markert
Detlef Klementz / 07.02.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 09.02.2018, 15:53
Strausberg (MOZ) Im Zusammenhang mit dem zweiten Poller in der Großen Straße hat es immer wieder Kritik gegeben, das Straßenverkehrsamt MOL würde die Entwicklung der Großen Straße blockieren.Uwe Wähner weist derartige Vorwürfe zurück.

Uwe Wähner weist den Schwarzen Peter strikt zurück. "Als Straßenverkehrsamt prüfen wir lediglich, ob die Verkehrssicherheit gegeben ist", sagt er. "Wir prüfen sonst nichts weiter", betonte Wähner. Und da habe es bei den verschiedenen Regelungen der vergangenen Jahre keine Beanstandungen gegeben. Die Entscheidungsgewalt liege allein bei den Stadtverordneten.

Das gelte natürlich auch für den nun viel diskutierten zweiten Poller in der Großen Straße. Wenn der nun nicht mehr gewünscht werde, müsse die Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Beschluss fassen. Dann komme von der Stadtverwaltung wieder ein entsprechender Antrag an seine Behörde, die prüfe eine mögliche Gefährdungslage, konsultiere die Polizei und andere Beteiligte und gebe dann aus ihrer Sicht grünes Licht.

Eine Ausnahme nennt Uwe Wähner dann doch. Die immer wieder mal geforderte Spielstraße wird es nach seinen Worten in der Großen Straße nicht geben: "Dafür fehlen ganz einfach die Voraussetzungen." Durch bauliche Maßnahmen müsste beispielsweise der Spielstraßencharakter verdeutlicht werden. Zudem habe das Wohnen in einem solchen verkehrsberuhigten Bereich eindeutig Vorrang. "Dem ist aber in der Großen Straße nicht so", betonte Wähner. Das habe das Potsdamer Infrastrukturministeriums schon vor einigen Jahren bei einer Ortsbegehung festgestellt.

Stattdessen sei in der Großen Straße ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich eingerichtet worden. Wähner erinnert daran, dass in dem Zusammenhang von den eigentlich vorgesehenen 30 Kilometer pro Stunde auf 20 km/h reduziert worden sei und findet: "Damit ist aber auch das Ende der Fahnenstange erreicht."

Uwe Wähner erinnert auch daran, dass bekanntermaßen in der Vergangenheit schon verschiedene Möglichkeiten in der Großen Straße bereits ausprobiert wurden. Lediglich eine Fußgängerzone sei nicht umgesetzt worden. Nicht, weil das Straßenverkehrsamt die nicht wolle, "sondern weil es dafür ganz offensichtlich keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung gibt", wie er hinzufügt. Er könnte sich aber auch noch Alternativen vorstellen, ohne dabei ins Detail zu gehen. Seine Behörde sei da auf jeden Fall offen.

Wenn der Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes nach seiner Meinung zu der aktuellen Zwei-Poller-Lösung gefragt wird, sieht Wähner das zumindest verfolgte Ziel erreicht: "Der Durchgangsverkehr ist geringer geworden."

Diese Einschätzung teilt auch Birgit Bärmann. Die Leiterin des Fachbereichs Technische Dienste findet zudem, dass sich die Lage nach dem zeitweisen Verkehrsstau am zweiten Poller in Höhe der Buchhandlung Micklich mittlerweile normalisiert habe.

Im Gespräch ist weiter eine vergleichsweise preisgünstige Variante der Verkehrsberuhigung in der Großen Straße. Anders als bei aufgeschraubten Schwellen hat die Denkmalbehörde laut Bürgermeisterkandidatin Birgit Bärmann gepflasterte Schwellen nicht abgelehnt. Dazu müsste allerdings die Straße aufgerissen werden, was mit hohen Kosten verbunden sei. Auch in dem Fall liege die Entscheidung letztlich dann bei den Stadtverordneten, erklärte sie.

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