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WWL Spedition AG schafft zwei Elekrostapler für Logistik am Eberswalder Standort an / Niederlassung seit 2004

Wirtschaft
Kraftpaket tankt an der Steckdose

Mit dem Chef auf Spritztour: Bernd Hegemann vom WWL-Vorstand steigt auf den Tritt eines seiner neuen Elektrostapler. Gesteuert wird der Koloss, der bis zu acht Tonnen transportieren kann, von Manuel Lemke aus Wriezen.
Mit dem Chef auf Spritztour: Bernd Hegemann vom WWL-Vorstand steigt auf den Tritt eines seiner neuen Elektrostapler. Gesteuert wird der Koloss, der bis zu acht Tonnen transportieren kann, von Manuel Lemke aus Wriezen. © Foto: Andreas Gora
Marco Marschall / 08.02.2018, 06:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Sie sind grüner und können bis zu acht Tonnen hieven. Zwei neue Elekrostapler hat die WWL Spedition AG für ihren Standort in Eberswalde angeschafft. Seit mehr als zehn Jahren ist die Firma Logistik-Dienstleister für Thimm-Verpackungen und baut ihre Präsenz im Barnim weiter aus.

Eigentlich sollten zwei der neuen Kraftpakete für den Fototermin hinter die Hallen von Thimm-Verpackungen im Eberswalder-Gewerbegebiet gefahren werden. Doch nur eines springt an. Beim anderen ist vermutlich der Akku leer. Die WWL Spedition AG hat die lokale Presse eingeladen. Sie will ihren Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit von der Öffentlichkeit nicht unbemerkt lassen. Immerhin hat sie 200000Euro in die umweltfreundlicheren Elekrostapler investiert.

Statt mit Gas oder Diesel fahren sie mit Energie aus der Steckdose. "12000Euro kostet allein die Batterie", erklärt Bernd Hegemann vom WWL-Vorstand. Weitere 17000Euro musste ins spezielle Wechselgerät für die großen Energiespeicher investiert werden. 100 bis 150 Lkw seien fürs Unternehmen auf der Straße unterwegs, sagt Hegemann. Da wolle man mit den E-Staplern etwas gutmachen. Alles zum Schutz der Umwelt also?

Tatsächlich ist auch ein wirtschaftlicher Anreiz nicht von der Hand zu weisen. In fünf Jahren, so schätzt der Mann vom Vorstand, könnte sich die Investition amortisieren. "Je nach Strompreis", sagt er. Außerdem falle keine Motorenwartung an. Mit der Langlebigkeit der E-Stapler hat die WWL bisher gute Erfahrungen gemacht. Sie habe bereits kleinere im Einsatz. Die liefen schon zehn Jahre.

Die neuen Riesen am Standort Eberswalde sind die bisher stärksten. Bis zu acht Tonnen können sie bewegen. Als Logistik-Dienstleister von Thimm-Verpackungen werden es vor allem Papierrollen sein, die sie hin- und herfahren. Eine davon bringe, so Hegemann, bis zu 3,5Tonnen auf die Waage. Gearbeitet wird im Dreischichtbetrieb. Acht Stunden, also eine Schicht, soll die 1,5 mal 1,5 Meter große Batterie in jedem Fall durchhalten.

Neben der Technik hat die WWL 27 Mitarbeiter in ihrer Eberswalder Niederlassung im Einsatz. Seit 2004 hat sie dort einen Standort, ist abgesehen vom Verpackungshersteller Dienstleister diverser klein- und mittelständischer Betriebe und neben Eberswalde auch in Großbeeren (Teltow-Fläming) und Klipphausen bei Dresden vertreten.

Hauptsitz mit Büros und großem Lager aber ist Berlin. Dort ist das Logistik-Unternehmen vor allem für Kunden aus der Lebensmittelindustrie im Einsatz. "Wir sorgen dafür, dass die Kette zwischen Produzenten und Verbraucher reibungslos funktioniert. Die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort", sagt Bernd Hegemann.

Unter anderem arbeitet die 1998 gegründete WWL für Freiberger - laut Hegemann dem zweitgrößten Hersteller von Tiefkühlpizza in Deutschland, gleich nach Dr. Oetker. Im Berliner Lager warten Zutaten wie Peperoni und Ananas in Konserven auf ihre Weiterverarbeitung.

Insgesamt sind 98 Mitarbeiter für die Firma im Einsatz. Der Jahresumsatz beträgt 20 Millionen Euro. Als gutes mittelständisch aufgestelltes Unternehmen beschreibt der Mann vom Vorstand die WWL. Und mit Ambitionen die Standorte zur erweitern sowie die Präsenz im Barnim auszubauen. Zwischen Bernau und Eberswalde soll ein neues Dispositionsbüro entstehen, verrät Hegemann. Auch die Zusammenarbeit mit Großkunden aus der Region sei geplant, Namen allerdings noch nicht spruchreif.

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