Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Petition für Heidekrautbahn gestartet

Soll wieder auf der historischen Stammstrecke fahren – die Heidekrautbahn.
Soll wieder auf der historischen Stammstrecke fahren – die Heidekrautbahn. © Foto: Archiv
Jürgen Liebezeit / 08.02.2018, 19:42 Uhr
Mühlenbecker Land (MOZ) Mehrere Bürgermeister aus Oberhavel haben eine Online-Petition zur Reaktivierung der Heidekrautbahn auf der Stammstrecke unterzeichnet. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Region Heidekrautbahn (KAG) hat die Petition Ende Januar auf den Weg gebracht.

Die Petenten fordern, die Bahnlinie spätestens in drei Jahren wieder über Mühlenbeck, Schildow und Wilhelmsruh bis nach Berlin-Gesundbrunnen fahren zu lassen. Der Ausbau der Linie RB 27 solle sofort beginnen. Dabei solle die Option, Liebenwalde an die Strecke anzubinden, nicht aufgegeben werden. Mit der Unterzeichnung der Petition wird die Forderung der Bürgermeister der Region, der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Heidekrautbahn und der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft unterstützt.

„Mit dem Bau der Mauer 1961 wurde die Verbindung unterbrochen, und bis heute ­­– fast 28 Jahre nach dem Fall der Mauer – dauert dieser Zustand an. Die Politik in Berlin und Brandenburg sah und sieht in wiederkehrenden Koalitionsverträgen diese Maßnahme vor – ohne jedoch die notwendigen Umsetzungsschritte konsequent in Angriff zu nehmen“, heißt es in der Begründung der Petition. Vor mehr als sieben Jahren habe eine Nutzenkostenanalyse im Auftrag der beiden Länder ein klares Votum für die Stammstrecke der Heidekrautbahn ergeben. „Allerdings folgten der Erkenntnis keine Taten“, bedauert die KAG.

Angesichts der zunehmenden Pendlerströme und des Bevölkerungswachstums im Speckgürtel von Berlin sei ein Handeln jetzt dringend erforderlich. Die Folgen seien Dauerstau und Stress im Berufsverkehr auf den Straßen von und nach Berlin. Die Klimaziele des Umweltschutzes würden aus dem Blick geraten. Um die Handlungslücke zwischen Politik und Verwaltung zu schließen, werden mit der Petition die Brandenburger und die Berliner Landesregierung – gemeint sind Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther und Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider – aufgefordert, eine „Task Force“ einzurichten. Diese Projektgruppe soll die Arbeiten durch die Verwaltungen begleiten und den Arbeitsstand transparent machen. Vertreter aus der Region seien einzubeziehen. Zu den Erstunterzeichnern gehören Dietmar Seefeldt, Vorsitzender der KAG, Filippo Smaldino-Stattaus, Bürgermeister Gemeinde Mühlenbecker Land, Dr. Jana Radant, Bürgermeisterin von Wandlitz, Jörn Lehmann, Bürgermeister von Liebenwalde, Hans-Joachim Laesicke, Ex-Bürgermeister von Oranienburg, Uwe Schoknecht, Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide, Hans Günther Oberlack, Bürgermeister von Glienicke und Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn Betriebsgesellschaft. Die Petition wurde bis gestern Mittag von 111 Menschen gezeichnet. Sie läuft noch bis Ende März. Ziel ist es, mindestens 500 Unterstützer zu bekommen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG