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FHC-Handballerinnen unterliegen im Drittliga-Spitzenspiel beim TSV Harrislee nach schwacher Leistung 19:26

"Wir haben uns selber geschlagen"

Schwungvoll: FHC-Außenspielerin Beatrice Zacharias setzt zum Sprungwurf gegen Harrislees Torhüterin Lea Tiedemann an.
Schwungvoll: FHC-Außenspielerin Beatrice Zacharias setzt zum Sprungwurf gegen Harrislees Torhüterin Lea Tiedemann an. © Foto: Nico Wall
Matthias Braun / 12.02.2018, 05:06 Uhr
Harrislee (MOZ) Nach einer enttäuschenden Vorstellung unterlagen die Handball-Frauen des Frankfurter HC am Sonnabend beim TSV Nord Harrislee 19:26 (7:13) und fallen vorerst auf den vierten Rang in der Nordstaffel der 3. Liga zurück. Die Norddeutschen übernehmen hingegen die Tabellenführung.

Zu viele Fehler und schwache Abschlüsse spielten den keinesfalls überragenden Gastgeberinnen dabei in die Karten, die sich so erfolgreich für die 20:24-Hinspiel-Niederlage revanchieren konnten. Vor knapp 50 mitgereisten FHC-Fans unter den 278 Zuschauern in der Holmberghalle waren Anja Ziemer (5/1) und Theresa Loll (4/1) die besten Werferinnen bei den Oderstädterinnen. "Ich habe der Mannschaft einmal gesagt, wenn uns jemand in dieser Liga schlägt, dann nur wir uns selbst. Das war leider heute der Fall", lautete die treffende Analyse von FHC-Trainerin Daniela Filip nach der Pleite an der dänischen Grenze. Allein 17 Striche für technische Fehler hatte Betreuer Marcel Bellack nach der Partie auf seinem Statistik-Zettel notiert.

Bereits den Start hatte der FHC verschlafen, registrierte nicht nur die Übungsleiterin. "Bei den langen Auswärtsfahrten tun wir uns immer schwer, ins Spiel zu kommen", gestand sie. Und so sah sich die 48-Jährige schon nach knapp acht Minuten gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Dennoch kassierte ihr Team wenig später gegen die gedanklich und körperlich schneller agierenden Gastgeberinnen das 1:5 (10.). Missgeschicke und Fehlwürfe führten immer wieder zu Ballverlusten, so dass Anja Ziemer erst beim 2:5 in der 13. Minute das erste Feldtor der Gäste gelang. Michéle Dürrwald und abermals Anja Ziemer erzielten danach zwar den Anschluss zum 4:5 (14.), aber ein 7:1-Lauf der Nordfrauen zum 5:12 (25.) war die Konsequenz aus den folgenden Unkonzentriertheiten, falschen Entscheidungen oder schlechten Ausführungen von Pässen und Würfen. Zur Pause stand bereits ein deutliches 13:7 aus Heimsicht auf der Anzeigetafel.

Nach der Halbzeit lief es zunächst besser für den FHC. Eine offensivere Deckungsvariante zeigte Erfolg und Tor um Tor kämpften sich die Oderstädterinnen wieder auf 12:15 heran (38.). Und wer weiß, was passiert wäre, hätten die Gäste ihre Chancen in dieser Phase noch konsequenter genutzt. "Wir sind gut wieder rangekommen, aber wenn wir dann nicht weiter diszipliniert spielen, reicht es eben nicht. Die unerzwungenen Fehler haben uns das Genick gebrochen", resümierte Daniela Filip. Nord Harrislee erhöhte wieder auf 21:14 (50.). Dem hatten die Frankfurterinnen nichts mehr entgegen zu setzen.

"Wir haben uns heute selber geschlagen und als Mannschaft verloren. Neben den technischen Fehlern waren es zu viele unvorbereitete Würfe und schlechte Anspiele, die zur Niederlage führten. Aber die Mannschaft weiß, was sie falsch gemacht hat. Leider gibt es eben auch solche Spiele und wir müssen daraus lernen", war die Trainerin sichtlich geschafft von der anstrengenden Auseinandersetzung. "Es kommen auch wieder andere Spiele", versuchte Filip, ihr Team wieder aufzurichten.

Kreisspielerin Theresa Loll wusste, "dass wir zu viele freie Würfe weggelassen haben. Aus den Chancen, die wir haben, müssen wir mehr Tore machen. Nachdem wir uns wieder rangekämpft hatten, waren wir zu konfus in den wichtigen Situationen und hatten Angst vor der eigenen Courage".

Besser können es die Frankfurterinnen am kommenden Sonnabend machen, wenn sie ab 17 Uhr beim Tabellenneunten TSV Wattenbek antreten.

FHC: Mandy Schneider - Anja Ziemer 5 (2/1), Emilia Heinrich, Josephin Keßler 1, Beatrice Zacharias 1, Theresa Loll 4 (1/1), Antonia Zimmermann 3 (4/3), Svjetlana Kresovic, Vivien Groke, Michéle Dürrwald 2, Maria Heinke 3, Kathleen Müller, Pauline Wagner

Siebenmeter: TSV 5/5, FHC 7/5 - Zeitstrafen: TSV 2, FHC 4 - Schiedsrichter: Behnke (Schleswig), Seemann (Sandesneben) - Zuschauer: 278

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