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Tornower Fasching lehrt begeisterte Besucher das Fürchten / Fast 100 Vampire, Untote und Co. feiern mit

Vampir-Fasching
Vergnüglicher Gruselspaß

Empfangskomitee des Schreckens: Ramona Speer, Gabi Lindner, Anne Bernhardt, Patrick Leitzbach und Jasmin Speer (v. l.) gehören zum Elferrat und gestalten maßgeblich das Programm der Faschingsfeste mit.
Empfangskomitee des Schreckens: Ramona Speer, Gabi Lindner, Anne Bernhardt, Patrick Leitzbach und Jasmin Speer (v. l.) gehören zum Elferrat und gestalten maßgeblich das Programm der Faschingsfeste mit. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 12.02.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 12.02.2018, 08:19
Tornow (MOZ)

Gruselig ging es in diesem Jahr beim Fasching des Dorfclubs Tornow in der Gaststätte Zur Linde zu. Das Motto lautete " In Tornow bricht der Grusel aus, wir traun uns nachts nicht mehr nach Haus." Die Schwärzefüße sorgten für gute Laune im liebevoll geschmückten Saal der Gaststätte.
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Grusel-Fasching in Tornow

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Zum Fürchten närrisch ist es in der Freitagnacht im Saal der Gaststätte "Zur Linde" zugegangen: Das lag neben den überaus phantasievollen Kostümen vor allem an der mit viel Aufwand gefertigte Dekoration. Nicht einmal eine Badewanne mit Duschvorhang fehlte, hinter dem ein durch ein Messer bedrohter Schatten zu sehen war. Auf dem Vorhang stand in blutroten Buchstaben "Help me". Und überall waren Kreuze platziert - eines sogar mit der wahrlich beunruhigenden Aufschrift "9. 2. 2018".

Für den detailreich ausgeschmückten Saal und das nur vermeintlich düstere Motto zeichnet der Dorfclub Tornow verantwortlich, der 23 aktive Mitglieder hat und von Jasmin Speer geleitet wird. "Wir wollten es ordentlich krachen lassen und unseren Gästen die Chance geben, sich ausnahmsweise schön hässlich zu präsentieren", sagte die Vorsitzende, die lange schwarze Hörner trug und obendrein die Schminke derart reizvoll eingesetzt hatte, dass es schien, als würde sie die Schöne und das Biest in einer Person verkörpern wollen. Seit Anfang Januar hatten sich die Tornower auf ihr Faschingsvergnügen vorbereitet - in ungezählten Stunden mit Farbe, Gips und Pappe, in denen die atemberaubende Kulisse entstand, und bei ebenfalls zeitverschlingenden Proben, mit denen nach und nach das Programm perfektioniert wurde.

Zu den Glanzlichtern des absichtlich schaurigen Abends gehörte ein Gruseltanz, den Ramona Speer, die Ikone des Tornower Faschings und Mutter der Vereinsvorsitzenden, Gabi Lindner, Anne Bernhardt, Simone Kleinfeldt, Kerstin Müller und Jasmin Speer aufführten - als Zombies verkleidet und zu einer Melodie aus der im Kino erfolgreichen Vampirfilmsaga "Twilight". Auch der Auftritt der als Funkenmariechen angekündigten, vom Eberswalder Karneval-Klub her bekannten Tänzerinnen Christine Hoffmann und Lilly Banaskiewicz in Garde-uniform begeisterte die Tornower, obwohl es ihm an Schockmomenten fehlte. Und ganz ohne Angst einflößende Mätzchen haben die Schwärzefüsse für Furore gesorgt. Zwar ist die Comedy-Blues-Band aus Eberswalde längst ihren närrischen Wurzeln entwachsen. "Aber wir bleiben dem Fasching, erst recht dem doch wunderbar familiären Spaß in Tornow, mit Freuden treu", sagte Volkmar Gutsche, der mit seinen Bandkollegen Bernd Eggeling und Harald Schulz erst nach einer Zugabe verabschiedet wurde. Den Klassiker "Morgensonne" forderten sich die Tornower sogar lauthals ein.

Nirgendwo sei es leichter, Freunde wiederzutreffen oder kennenzulernen, schwärmte der Vampir Uwe Setzkorn aus Eberswalde vom Tornower Fasching. "Hier gibt es keine Anonymität, hier bleibt niemand fremd", stimmte ihm seine Vampir-Frau Gudrun Setzkorn zu.

"Ich komme gern nach Tornow, weil ich hier meinen Schatz getroffen habe", verriet Christin Hering aus Eberswalde - versteckt hinter einer mexikanischen Totenmaske. Aus der Faschingsliebelei mit ihrem Axel Gora, die sich vor sieben Jahren zutrug, sei schnell etwas Großes geworden. Das Paar hat zwei Kinder. Und ist immer noch bis über beide Ohren verliebt. Ineinander und in den Fasching.

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Platzieren Christine Hoffmann Karneval in Brandenburg Kerstin Müller Fasching

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