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Toter Wolf mit Schussverletzungen entdeckt

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: Patrick Pleul/dpa
dpa / 12.02.2018, 14:02 Uhr
Lipsa (dpa) Ein toter Wolf ist mit zwei Schussverletzungen an der brandenburgischen Grenze zu Sachsen entdeckt worden. Es wird gegen Unbekannt wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt, wie die Polizei am Montag in Cottbus mitteilte. Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt, vor allem in der Lausitz ist er wieder heimisch.

Das zwei Jahre alte weibliche Tier sei im Raum Lipsa (Oberspreewald-Lausitz) bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Flusses Ruhlander Schwarzwasser gefunden worden, hieß es weiter. Ein Revierförster habe die Beamten am Freitag alarmiert. Der Kadaver werde nun weiter untersucht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wölfe in der Region angeschossen wurden. Vereinzelt war den toten Tieren in der Vergangenheit sogar der Kopf abgetrennt worden. Oft erwies sich für die Ermittler die Spurenlage als schwierig.

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Uwe Bräuning 12.02.2018 - 16:42:53

Solange man gewissen Leuten immer wieder eine Bühne gewährt, werden solche Meldungen auch in Zukunft nicht ausbleiben!

Meldungen wie diese wird es wohl immer wieder geben. Jedenfalls solange, wie man gewissen Vertretern des brandenburgischen Bauernverbandes in den Medien immer wieder eine öffentliche Plattform gewährt. Leute, die am liebsten alle Tiere abknallen lassen würden, die ihnen irgendwie Probleme bereiten könnten. Nur weil sie nicht in der Lage sind vernünftig auf Probleme zu reagieren, statt zu hetzen und / oder zu polemisieren. Ein anderes krasses Beispiel ist die hysterische Forderung des Bauernverbandes, nach einer drastischen Ausmerzung des Wildschweinbestandes um die drohende Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern. Ein gewisser Herr Wenndorf, seines Zeichens Präsident des Brandenburger Bauernverbandes, hatte unlängst gar das Aufstellen von Fallen zum Fangen und Töten von Wildschweinen ernsthaft in Erwägung gezogen. Und das ganze nicht etwa am Stammtisch, sondern im RBB-Fernsehen! Abgesehen davon, dass die zweifelsohne " aus dem Ruder gelaufene" Wildschweinpopulation ein von der Landwirtschaftsindustrie durch den immensen, wider alle Vernunft erfolgten Maisanbau selbst verursachtes Problem darstellt, fragt man sich doch was in den Köpfen solcher Menschen eigentlich vorgeht? Hass oder Gleichgültigkeit gegenüber der Natur? Oder einfach nur reine Lust am massenhaften Töten? Eine Antwort darauf erwarte ich nicht. Herr Wenndorf hatte sich in der jüngeren Vergangenheit auch immer wieder durch Forderungen nach " Lockerung des Wolfschutzes" hervorgetan. Man muss schon sehr blind sein um nicht zu erkennen, dass sich dahinter unverblümt die Forderung nach einer völligen Ausrottung der Wölfe verbirgt. Anstatt sich darüber zu freuen, dass sich bei uns wieder eine seit Jahrhunderten verschwundene Tierart angesiedelt hat. Deren Bestand, entgegen etlicher "Expertenmeinungen", noch immer bedroht ist. Als Öko-Bauer sollte man der Natur eigentlich positiv gegenüberstehen. Auf jeden Fall sollte der Naturschutzbund zukünftig sämtliche Möglichkeiten prüfen, um künftig rechtlich gegen die " geistigen Urheber" solcher Straftaten, wie bei dem getöteten Wolf, vorzugehen. Man darf solchen Leuten nicht das Feld überlassen!

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