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RB Leipzig holt Pokal beim U-12-Hallenmasters um den Fitolino-Cup

Die Roten Bullen machen's

Ein Stockwerk höher: Thea Westphal (Lok Eberswalde) überspringt ihren Berliner Gegenspieler vom FC Viktoria.
Ein Stockwerk höher: Thea Westphal (Lok Eberswalde) überspringt ihren Berliner Gegenspieler vom FC Viktoria. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Dirk Schaal / 13.02.2018, 04:55 Uhr
Eberswalde (MOZ) Mit einem klaren 6:0-Sieg gegen Pogon Szczecin setzte sich der RB Leipzig im Finale des U-12-Fußballhallenturniers um den Fitolino-Cup mit 20 größtenteils bundesweit angereisten Mannschaften durch. Lok Eberswalde wurde Siebenter und die Gastgeber Preussen belegte Platz 16.

Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln sahen die Besucher des Sportzentrums Westend am Wochenende den Fitolino-Cup. Für die einen war es sportliche Herausforderung, für andere eine logistische Meisterleistung und manch einer wollte nur seinen Spaß haben. Aber eines schwebte über allem: Es war beste Werbung für Eberswalde, den Barnim und die ganze Region in Sachen Gastfreundschaft,Weltoffenheit und Engagement für die Jugend.

"Ich bin das erste Mal hier und total überrascht, was hier so auf die Beine gestellt wurde. Hut ab, das hat man nicht oft", sagte Werder Bremens Trainer Christopher Bruns voller Hochachtung. Einen Grund für die hohe Meinung des Werderaners lieferte unter anderem Sven Hampel. "Ich bin Werder-Fan", sagte der Oderberger und zeigte stolz auf sein Trikot mit dem Werder-Emblem. Drei kleine Bremer hat er als Gastfamilie aufgenommen, wie viele andere Eltern der Region auch. Einmal im Jahr fährt Hampel zu einem Bremen-Spiel, diesmal hatte er sein Lieblingsteam fast vor der Haustür und feuerte die Kicker aus dem Norden lautstark an.

Auf Platz drei schaffte es Werder, im Halbfinale schieden sie unglücklich nach Neunmeterschießen gegen Leipzig aus. "Hauptsache, die Jungs haben ihren Spaß gehabt", sagte Bruns und wie zur Bestätigung, und ohne Absprache, dankte Bremens Mannschaftskapitän Emir Celik bei der Siegerehrung für die Gastfreundschaft und das tolle Turnier.

"Das Niveau ist sehr gut, das wird schwer mit der Titelverteidigung", sagte RB-Leipzig-Trainer René Hönisch während Vorrunde. Zweimal in Folge hatten sie den Pokal gewonnen. Zum guten Niveau trugen auch die beiden Eberswalder Vertreter bei. "Gegen so große Namen ist die Mannschaft vielleicht etwas zu verhalten in die Spiele gegangen. Technisch und spielerisch waren wir gar nicht so schlecht, aber mit dem Körpereinsatz hat es nicht ganz so geklappt", sagte Preussen-Coach Enrico Blaurock. Am Ende sprang Platz 16 heraus - im Konzert der ganz Großen sicherlich keine schlechte Platzierung.

Besser machten es die Lok-Kicker. "Bei so einem Turnier gehört natürlich auch Glück dazu, wenn man am Ende vorn steht", sagte Lok-Trainer Matthias Schönknecht. Doch darauf verließen sich die Eberswalder nicht und ballerten sich in die Finalrunde. Da wurden sie Achter. "Klasse, was das Mädel am Ball kann", staunte sogar Johann Schröter, Trainer von Eintracht Braunschweig, über die Eberswalderin Thea Westphal. In diesem Jahr wird sie zu Turbine Potsdam auf die Sportschule wechseln und das fachkundige Turnierpublikum traut ihr da eine ganze Menge zu. Den Namen sollte man sich merken.

Am Freitagabend war noch unsicher, ob die Braunschweiger überhaupt anreisen würden. "Vier Kinder haben sich mit Grippe abgemeldet, da wurde es ganz schön eng. Aber wir wollten die anderen hier nicht im Stich lassen", erklärte Schröter beim Premierenauftritt der Eintracht-Kicker in Eberswalde. Ähnlich ging es auch vielen anderen Teams, die aufgrund der Ferienzeit oder Krankheit nicht alle Leistungsträger an Bord hatten.

Das erste Mal waren auch die polnischen Fußballer von Pogon Szczecin mit von der Partie. "Es hat riesigen Spaß gemacht. Wir würden gern wiederkommen", sagte Trainer Tomasz Bielecki trotz der 0:6-Niederlage im Finale gegen RB Leipzig. Wie die Polen warten auch ausnahmslos alle anderen Mannschaften auf die Einladung im nächsten Jahr. So auch RB-Betreuerin Susann Fromm, die den Schriftzug "Die Roten Bullen" auf ihrer Trainingsjacke trug und bei der Siegerehrung hinter vorgehaltener Hand lachend verriet, wie denn weibliche Leipziger Bullen genannt werden: "Buletten".

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