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SpG Union Frankfurt/Briesen besiegt im Finale des Old-Man-Schlaubecups die Gastgeber

Fußball
Derbys sorgen für Stimmung beim Old-Man-Schlaubecup

Spannendes Duell im Halbfinale: Karsten Orlowski (links) trifft mit der Spielgemeinschaft Union Frankfurt/Blau-Weiß Briesen auf Denny Danowski von Blau-Weiss Markendorf. Letztgenannte unterlagen am Ende nach Neunmeterschießen
Spannendes Duell im Halbfinale: Karsten Orlowski (links) trifft mit der Spielgemeinschaft Union Frankfurt/Blau-Weiß Briesen auf Denny Danowski von Blau-Weiss Markendorf. Letztgenannte unterlagen am Ende nach Neunmeterschießen © Foto: FOTO Michael Benk
Hubertus Rößler / 13.02.2018, 05:19 Uhr - Aktualisiert 15.02.2018, 15:32
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Spielgemeinschaft Union Frankfurt/Blau-Weiß Briesen hat das Ü-35-Hallenfußball-Turnier um dem 14. Old-Man-Schlaubecup gewonnen. Im Finale siegte das Team gegen den Gastgeber Müllroser SV. Dritter wurde in der Schlaubetal-Halle Blau-Weiss Markendorf vor der SpG Wiesenau/Lok Frankfurt.

Gute Stimmung, viele Derbys, sehenswerte Tore. Bei der 14. Auflage des Ü-35-Hallenfußball-Turnieres um den Old-Man-Schlaubecup waren alle Zutaten für einen abwechslungsreichen Sonnabendnachmittag gegeben. Die 55 zahlenden Zuschauer und die Vertreter der neun angetretenen Mannschaften sahen ein kurzweiliges und spannendes Turnier. Dieses ist mittlerweile das einzige, das der Müllroser SV organisiert. "Der Urheber ist Hannes Koch, vor mehreren Jahren haben Thomas Gast und Ralph Peisker die Organisation übernommen", berichtete Vereinspräsident Dieter Hartung. Er lobte ausdrücklich die eigene Ü-35-Mannschaft, die sich stark für das Turnier engagiert.

Da Dynamo Eisenhüttenstadt nicht genügend Spieler zusammenbekam, hatte den Veranstalter eine kurzfristige Absage überrascht. Erstmals mit dabei in der Schlaubetal-Halle war hingegen das Team Mosambik Berlin. "Mit ihnen sind wir seit den 1980er-Jahren in Kontakt. Sie waren schon mehrfach bei unseren Sommer-Turnieren in Müllrose und wir waren bei großen Veranstaltungen in Berlin dabei", erzählte Hartung.

Die Gäste aus der Hauptstadt waren von dem Turnier durchaus angetan, auch wenn sie nur auf dem 6. Platz landeten. "Hier ist alles einwandfrei organisiert und alle sind sympathisch. Für uns gilt heute: Dabei sein ist alles. Da wir kein eingetragener Verein sind, haben wir in Berlin auch keine feste Halle und trainieren im Winter nur ab und zu", erklärte Mosambiks Teamleiter Vicente Manangule. Das Team wurde vor 23 Jahren gegründet, mittlerweile stehen auch Spieler aus Angola und Nigeria in der Mannschaft. "Es ist schön, dass wir heute wieder neue Freunde gewonnen haben. Der Spaß steht bei so einem Turnier einfach im Vordergund."

Das sah Ronny Gaukler ähnlich. Der Spielertrainer von Blau-Weiss Markendorf lobte vor allem die gute Organisation. "Das besondere sind hier immer die vielen Derbys. Es wollen natürlich alle gewinnen, daher geht es durchaus auch mal zur Sache", sagt der Markendorfer. Seine Mannschaft ist bereits das zwölfte Mal dabei, 2006 gelang dabei der bislang einzige Turniersieg.

Mit diesem sollte es auch in diesem Jahr nicht klappen. Zwar zeigten die Blau-Weissen teils überzeugende Vorstellungen, scheiterten dann aber im Halbfinale an der Spielgemeinschaft Union Frankfurt/Blau-Weiß Briesen. Nach einer unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidung, bei der der Unparteiische einen Eckball der Unioner übersah, war Markendorf in Führung gegangen. Nach dem postwendenden Ausgleich gingen die Rand-Frankfurter erneut in Front, kassierten aber abermals den Ausgleich. So musste die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen, in dem Markendorf Nerven zeigte und zweimal scheiterte. So zog die Spielgemeinschaft nach einem 2:0 ins Finale ein.

Dort trennten sich die Frankfurter und Briesener Spieler vom Team der Ü 35 des Gastgebers Müllroser SV mit 1:1 und hatten anschließend vom Punkt erneut die besseren Nerven. Durch den 3:2-Erfolg konnten sie bei ihrer Premiere in dieser Konstellation direkt den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Der Spitzenreiter der Ü-35-Kreisliga Mitte war zum ersten Mal als Spielgemeinschaft in Müllrose dabei. "Wir sind schwach gestartet, haben uns dann aber gesteigert. Wir trainieren auch in der Halle zusammen und ergänzen uns sehr gut. Unser Team ist im Prinzip die alte Preußen-Mannschaft - das ist wie eine Familienzusammenführung", erzählte Trainer Thomas Vorrath.

Weniger zufrieden zeigte sich hingegen Wolfgang Wulf. Der Trainer von Blau-Weiß Groß Lindow erklärte, dass seine Mannschaft keine Halle zum Trainieren habe und daher nicht optimal vorbereitet war. "Unsere heutige Leistung war enttäuschend, vor zwei Jahren haben wir noch das Turnier gewonnen. Es fehlen zwar ein paar Spieler wegen der Winterferien, aber das soll keine Ausrede sein. Abgesehen davon ist die Veranstaltung in dieser schönen Halle wieder super organisiert", sagte der Groß Lindower und sprach damit wohl allen Beteiligten aus der Seele.

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