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Sportstätten am Olympiastützpunkt sollen in diesem Jahr saniert oder komplett erneuert werden.

Sanierung
Land gibt vier Millionen Euro für Frankfurter Sportstätten

Vor-Ort-Termin: Finanzminister Christian Görke (3.v.r.), Olympiastützpunkt-Leiter Wilfried Lausch (r.) und Schulleiter Jens Herrmann unterhalten sich mit Sportschülern.
Vor-Ort-Termin: Finanzminister Christian Görke (3.v.r.), Olympiastützpunkt-Leiter Wilfried Lausch (r.) und Schulleiter Jens Herrmann unterhalten sich mit Sportschülern. © Foto: MOZ
Hubertus Rößler / 13.02.2018, 07:15 Uhr - Aktualisiert 14.02.2018, 09:17
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mehrere Sportstätten am Olympiastützpunkt sollen noch in diesem Jahr saniert oder komplett erneuert werden. Dafür will das Land 4 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies erklärte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Montag bei einem Vor-Ort-Termin.

Die Eliteschule des Sports ist an manchen Stellen sichtbar in die Jahre gekommen. So stammt die sogenannte Nord-Süd-Turnhalle aus den 1960er-Jahren – und das sieht man der grauen Fassade auch an. Der Schießstand neben der Oderlandhalle wurde in den 1970ern errichtet und genügt den aktuellen Trainings- und Wettkampfbedingungen schon längst nicht mehr. Daher ist es ein willkommene Finanzspritze, die Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke) am Montag bei seinem Besuch in Frankfurt mit im Gepäck hatte.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit den Vertretern der Stadt, des Olympiastützpunktes und der Sportschule wurde deutlich, wo der größte Investitionsbedarf besteht. „Bei unserem Rundgang haben wir gesehen, dass an manchen Stellen dringendst etwas passieren muss“, berichtete Görke. Konkret soll die alte Luftdruck-Schießhalle weggerissen werden und ein Neubau für 1,25 Millionen Euro entstehen. Der direkt angrenzende Kleinkaliberschießstand soll für 700 000 Euro energetisch saniert werden. Die größte Summe ist für die Sanierung der Halle Nord-Süd vorgesehen: Mit 2,15 Millionen Euro sollen dort die Fassade der Westseite, das komplette Dach, der Sozialtrakt und die Technik im Keller mit Heizung und Lüftungsanlage neu gemacht werden. Weiterhin erhält die Außenanlage für 890 000 Euro einen neuen Hybridrasen, der zu 89 Prozent aus Naturrasen besteht und kürzere Regenerationsphasen verspricht.

Auch abseits des Olympiastützpunktes gibt es mehrere Zuwendungen für den Frankfurter Sport: 146 000 Euro erhält der Tennisclub Frankfurt für den Bau seines Vereinsheimes, der 1. FC Frankfurt bekommt für den Bau eines neuen Trainingsplatzes 306 000 Euro.

4 Millionen Euro will das Land insgesamt für die Sportstätten am Olympiastützpunkt zur Verfügung stellen – allerdings muss der Landtag Anfang März den Investitionen noch zustimmen. „Das Geld stammt zum einen aus erhöhten Steuereinnahmen, und zum anderen hatte das Land 450 Millionen Euro für die geplante Verwaltungsstrukturreform zurückgelegt. Da diese nun nicht vollzogen wird, soll dieses Geld zur einen Hälfte für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und zur anderen Hälfte zur Entschuldung der Kommunen genutzt werden“, sagte Görke. Eine der Voraussetzungen für die Förderung, die zu 25 Prozent von der Stadt kofinanziert wird, ist die Umsetzung der Maßnahmen bis spätestens März 2019.

Der Finanzminister betonte, dass es nicht einfach gewesen sei, das Geld für die aufgeführten Sportstätten an der Oder zu vergeben. „Aber ich denke, es ist eine gute Entscheidung. Ohne den guten Planungsvorlauf, der in Frankfurt von den Verantwortlichen geleistet wurde, hätte es diese Entscheidung nicht gegeben.“

Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) gab das Lob gerne zurück. „Ich finde es gut, dass sich der Finanzminister ein Bild vor Ort macht und schaut, wo Investitionen nötig sind. Wir haben hier am Olympiastützpunkt schon vieles erreicht, aber es gibt eben auch noch Nachholbedarf. Die Investitionen sind wichtig für Frankfurt insgesamt und ein gutes Zeichen für die Sportstadt – und das nicht nur für den Leistungssport“, erklärte der Oberbürgermeister.

Jens-Marcel Ullrich, als Frankfurts Dezernent unter anderem für die Schulen zuständig, lobte ebenfalls die Finanzspritze. „Sport bildet, hält jung und ist für das soziale Miteinander wichtig. Daher finde ich es sehr positiv, in den Sport zu investieren. Gleichzeitig ist es natürlich eine große Herausforderung, trotz des derzeit florierenden und gut ausgebuchten Baugewerbes die Maßnahmen bis März 2019 umzusetzen.“

Lob gab es auch von Wilfried Lausch, Leiter des Olympiastützpunktes Brandenburg. „Das ist sehr gut angelegtes Geld. Wir haben Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet an der Sportschule. Die Investitionen stärken unseren Standort, somit sind wir auch hinsichtlich des geplanten Strukturreform für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Moderne Sportstätten sind im Wettstreit mit Mitbewerbern aus anderen Bundesländern natürlich immer ein Vorteil“, erklärte Lausch.

Zufrieden zeigte sich auch Jens Herrmann, Leiter der Eliteschule des Sports: „Wir arbeiten eng mit dem Olympiastützpunkt zusammen. Für unsere Weiterentwicklung sind die geplanten Maßnahmen sehr positiv, sie erweitern unsere Möglichkeiten. Am Ende kommen die Baumaßnahmen allen Sportschülern zugute. Auf diese Weise werden die Bedingungen für unsere duale Ausbildung mit Schule und Leistungssport weiter verbessert.“  

Mehrere Sportstätten am Olympiastützpunkt sollen noch in diesem Jahr saniert oder komplett erneuert werden.

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