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Füchse-Keeper Peschel hat keine Lust auf Fußball

Nimmt sich eine Auszeit: Bastian Peschel
Nimmt sich eine Auszeit: Bastian Peschel © Foto: Stefan Zwahr
Conradin Walenciak / 13.02.2018, 15:34 Uhr
Falkenthal (MOZ) Die Falkenthaler Füchse plagte am Freitagabend ein Torhüter-Problem. Für das Testspiel beim Fußball-Kreisoberligisten Forst Borgsdorf standen weder die Nummer Eins, Florian Jäger (Schulterverletzung), noch Ersatzkeeper Rico Raupach (keine Zeit) zur Verfügung. So kam es, dass Trainer Hannes Krämer bei einem alten Bekannten anfragte, der auch glatt zusagte: der ehemalige Füchse- und Velten-Coach Bastian Peschel.

Nach dem vierten Spieltag der laufenden Saison trat Peschel als SCO-Trainer zurück, seitdem hielt er sich nur noch sporadisch auf Fußballplätzen auf. „Ich genieße meine freie Zeit“ so Peschel. „Ich verspüre aktuell nicht den Drang, auf oder neben den Platz zurückzukehren.“ Dass es trotzdem zum Einsatz für die Füchse kam – für die er auch weiterhin spielberechtigt ist – erklärt der 40-Jährige mit dem guten Kontakt zu Füchse-Coach Krämer. „Er wohnt nicht weit von mir entfernt, wir sehen uns ab und zu. Ich habe ihm angeboten, auszuhelfen, falls mal Not am Mann ist.“

Darauf kam Krämer nun zurück, die 1:2-Pleite in Borgsdorf konnte aber auch Peschel nicht verhindern. „Ich hoffe, dass das eine einmalige Sache gewesen ist“, sagt der Aushilfs-Torwart. „Für mich als Selbstständigen ist das Verletzungsrisiko einfach zu hoch.“ Das sei auch mit ein Grund, warum er nicht mehr in einer Altherren-Mannschaft aktiv sei. „Nachdem sich das Ü35-Team vom TuS Sachsenhausen aufgelöst hatte, gab es immer mal wieder Anfragen, ob ich nicht ins Tor zurückkehren will – wollte ich aber bislang nicht.“

Ähnlich sieht es mit seinen Ambitionen auf einen Trainerposten aus. „Ich wundere mich über mich selbst“, sagt Peschel dazu. „Ich dachte, wenn ich an einem Fußballplatz stehe, kribbelt es wieder.“ Bislang sei das aber nicht der Fall gewesen. „Ich habe aktuell einfach keinen Bock auf Fußball. Ich genieße es, nicht verpflichtet zu sein, dreimal die Woche auf dem Trainingsplatz zu stehen.“

Auch seine Familie genießt Peschels aktuelle Fußball-Freizeit. „Ich bin endlich mal wieder in der Situation, mich nur mit Fußball beschäftigen zu müssen, wenn ich wirklich Lust darauf habe“, sagt er. Als Trainer sowieso und auch davor als Torwart musste er quasi bei jedem Spiel dabei sein. „Ich wurde ja gebraucht.“

Dass er irgendwann mal wieder an die Seitenlinie zurückkehrt, schließt Peschel aber keineswegs aus. „Ich rechne schon damit, nochmal als Trainer zu arbeiten. Wegen des Zeitpunkts mache ich mir aber keinen Druck.“ Damit er seine Auszeit beendet, müsse aber alles passen. „Ich muss Lust auf das Team haben und mich auch im Verein wohlfühlen.“ Die Ligazugehörigkeit sei dagegen zweitrangig. „Wenn es irgendwann mal wieder passt, dann ist das schön“, sagt Peschel. „Und selbst, wenn ich nichts mehr finden sollte, dann ist das auch kein Drama.“

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