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INSEK
Ein kontrovers diskutiertes Papier

In Falkensee wird bald das Stadtentwicklungskonzept verabschiedet.
In Falkensee wird bald das Stadtentwicklungskonzept verabschiedet. © Foto: Patrik Rachner
Silke Schulz / 13.02.2018, 16:48 Uhr
Falkensee (MOZ) Der Entwurf einer Endfassung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept für Falkensee (INSEK) liegt vor. Am Montag stellte Matthias von Popowski als Geschäftsführer der "complan Kommunalberatung" die um wesentliche Punkte ergänzte Ausarbeitung im Stadtentwicklungsausschuss vor.

"Das Papier hat Qualität", resümierte Hans-Peter Pohl abschließend. Nach unzähligen Diskussionen auf Ausschusssitzungen und in Bürgerwerkstätten war der Entwurf unter anderem um das Ergebnis der Wohnungsbedarfsanalyse, das Leitbild mit entsprechendem Slogan sowie unter dem Punkt "Zentrale Vorhaben" um Projekte ergänzt worden. Neu ist auch der Abschnitt "Organisation und Umsetzung", in dem die Funktionen des INSEK, die verwaltungsinterne Handhabung und kommunalpolitische Verankerung sowie die Evaluierung behandelt werden.

Durch das starke Wachstum gebe es in Falkensee viele Chancen, aber es müsse auch Einfluss auf die Entwicklung genommen werden, so von Popowski. Seine daraus abgeleitete Handlungsempfehlung lautet: "Vorbildfunktion wahrnehmen, Prioritäten setzen etwa bei Investitionen - das kann auch heißen, bestimmte Dinge eben nicht zu tun."

Mit dem INSEK sollte ein Rahmen für Verwaltung und Politik gesetzt werden, Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Während Bürgermeister Heiko Müller (SPD) im Hinblick auf die Sicherung von Fördermitteln zum wiederholten Mal eine baldige Entscheidung zugunsten eines "schlanken" INSEKs anmahnte, ging der Entwurf einigen Ausschussmitgliedern inhaltlich nicht weit genug in die Tiefe.

"So funktioniert das nicht, das ist so defizitär, als würde man eine Rolle Klopapier mit Schmetterlingen bedrucken, um überhaupt etwas zu Papier zu bringen", meinte etwa Norbert Kunz (LINKE) gewohnt plakativ.

Um nun allen Fraktionen Gelegenheit zum internen Austausch und zur Erarbeitung von Ergänzungsvorschlägen zu geben, wird im April eine Sondersitzung stattfinden.

Noch vor der Sommerpause soll ein entsprechender Selbstbindungsbeschluss durch die SVV gefasst werden.

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